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Pünktlich mit dem Startsignal zur ersten Runde begann mit Mittelgewichtler Robert Vossen (Europa FH Fresenius) für das deutsche Taekwondo-Team die Jagd nach den Podestplätzen. Mit Deutschland gehen 582 Athleten aus 69 Nationen an den Start. Der international eher unerfahrene Kölner Student des Medienmanagements kämpfte gegen den Phillipino Briones, der bereits WM-Erfahrung hatte.
Die erste Runde verlief erwartungsgemäß abtastend und endete folgerichtig mit 0:0.
Runde zwei ergab ein kaum lebendigeres Bild. Vossen geriet unerfreulich oft in Bodenlage, unverschuldet, was dann auch endlich zu einer Verwarnung wegen Werfen gegen Briones führte.
Erst die dritte Runde offenbarte das technische und athletische Potenzial beider Kontrahenten. Unglücklich lief Vossen beim Angriff in einen treffsicheren Paltung des Phillipinos. Den Vorsprung seines Gegners konnte der deutsche beim blitzschnellen Paltung-Austausch auf 1:1 verkürzen, wobei ihn die zeitgleiche Aktion seines Gegners unter die Gürtellinie traf und zu Boden schickte.
Nach rascher Erholung setzte Vossen die taktischen Anweisungen von Bundestrainer Holger Wunderlich präzise in Bewegung um und holte sich 9 Sekunden vor Schluss den Siegtreffer mit Konter-Paltung und somit einen erfreulichen fünften Platz.
Am Nachmittag kämpfte Robert Vossen gegen den Russen Musaef um die Bronzemedaille. Die erste Runde vermittelte durchaus den Eindruck, dass Bronze machbar sei.
Auch Runde zwei brachte Musaef durch die Wertung eines schwachen Paltungs nur einen Punkt weiter, während ein kraftvoll eingesprungener Nerio des Deutschen den Kopf seines Gegners nur um wenige Millimeter verfehlte.
Wer nun glaubte, dass selbst am Ende der zweiten Runde das Ende noch offen sei, durchlebte in Runde drei bittere Minuten: Beinahe im Sekundentakt erhöhte sich die russische Score-Board-Zahl auf 5 - einmal sogar um zwei Punkte für Doppelpaltung - während Vossen lediglich mit einem verwertbaren Paltung kontern konnte. Ein Minuspunkt reduzierte den Endstand auf 4:1.
Dennoch gelang Vossen mit einem beachtlichen fünften Platz ein glänzendes Debut auf internationaler Bühne, schließlich verlor er gegen den späteren Finalisten und Silbermedaillen-Gewinner.
Quelle: www.adh.de
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