Unter 26 Mitbewerbern im Teilnehmerfeld der Weltergewichtler (-78) startete Matthias Gabriel, Uni Duisburg-Essen, im zehnten Kampf gegen den Türken Akin Erbas. Bereits bei der letzten Universiade 2005 in Izmir wurde Gabriel von einem türkischen Kämpfer aus dem Turnier geschickt, sodass heute eine Rechnung zu begleichen war. Unerwartet früh geriet Gabriel bereits nach 30sec. durch Paltung des Türken in Rückstand, konnte aber im weiteren Verlauf durch Konterpaltung ausgleichen. Eine gesamte zweite Runde lang bedrängte Gabriel seinen Gegner: Die türkische Rückwärtsautomatik stoppte der Kampfleiter mit einer Verwarnung wegen Passivität. Zu Beginn der dritten Runde erhöhte Erbas auf 2:1. Da er aber wiederum vorwiegend der Grenzlinie zustrebte und er dabei auch noch zu Fall kam, verdichtete sich seine Taktik zu einem Minuspunkt. Mit 1:1 Gleichstand am Ende der dritten Runde wurde die vierte notwendig. Im bisherigen Kampfverlauf war bereits die kämpferische, vor allem aber technische Überlegenheit Gabriels deutlich geworden. Nach fruchtlos verlaufener vierter Runde entschieden sich die Kampfrichter folgerichtig für Deutschland. Zwei Jahre wartete Matthias Gabriel, um die „Schmach von Izmir“ zu tilgen.
Wie Deutschland hatte sich Chinese Taipeh für das
1/8-Finale qualifiziert. Yi-chun Wu, ging in Runde eins durch Paltung
in Führung, der aber durch Konterpaltung Gabriels gleichgestellt wurde.
Ab Runde zwei begann ein für Gabriel selten erlebter Absturz ins Leere.
Mit einem ersten, einfachen Cutstep-Paltung brachte Wu den vorderen Fuß
auf Gabriels Trefferfläche. Vom Erfolg seiner schlichten Aktion
überrascht, schoss Wu mit gleicher Technik das Scoreboard auf drei. Die
despektierliche dritte und vierte Wiederholung beendete die zweite
Runde beim Stand von 1:5 und ließ für Gabriel nur eine Diagnose zu:
Reaktionsdefizit. Der komplette Einbruch folgte in Runde drei und
führte beim Stand von 2:9 zum vorzeitigen Abbruch durch den Kampfleiter.
Warum
Gabriel in diesem Kampf sein Potenzial so deutlich unterschritt, kann
nur mit einer Fußverletzung (Mittelfußbruch) oder der Aufgrund dieser
Verletzung entstandenen Reduzierung des Schlageinsatzes sowie der
Schlagkraft auf Null erklärt werden: Einfüßig entstehen solche
Ergebnisse im Taekwondo leicht. Gabriel belegt nach seinem Ausscheiden
im 1/8-Finale Platz neun.
Sebastian Lehmann (Uni Frankfurt) startete mit 31
Mitbewerbern im zahlenmäßig stärksten Pool der Leichtgewichtler. Das
Los hatte ihm den Spanier und WM-Dritten aus 2005 Ichisoa beschert. Mit
Dwit-Chaggi ging Spanien in Führung. Der technisch versierte Lehmann
beeindruckte durch Angriffsfreude, konnte seinen Reichweiten-Vorteil
aber kaum nutzen. Nachdem Ichisoa einen Paltung durchbrachte, punktete
Lehmann im Verlauf der zweiten Runde mit einem brilliant gesprungenen
Dwit-Chaggi. Schnelle Paltung-Wechsel erhöhten den Punktestand am Ende
der dritten Runde doch noch auf 6:3 für Spanien.
Der sichtlich enttäuschte Lehmann scheiterte somit bereits in der Vorrunde.
Quelle: adh.de
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Liebe Kampfsportler, wir die Deutsche Taekwondo Organisation (D.T.O.) veranstalten am 24. – 25. März 2012 die 4. German-Open in NRW/Duisburg. Die Veranstaltung findet wieder in der Sporthalle an der Anne-Frank-Schule, Obere-Holtener-Str. 42 in 47167 Duisburg.
Kämpfer mit Herz im Einsatz für die Kinderhospiz! Benefizgala im Rahmen des Kampfsport-Lehrgangs 2011 in der Sporthalle Dietenheim. Am 4.Dezember 2011, stehen Kampfsportarten wie Kickboxen, MMA, Brazilian Jiu Jitsu, Muay Thai, K1, Ninjutsu, Taekwondo, Selbstverteidigung, Judo, Allkampf beim Benefizlehrgang...
