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Grimm verpasst Bronze knapp


Nachdem deutliche Treffer von Sabrina Grimm (-55kg) in Runde eins und zwei nicht berücksichtigt wurden, brachte sich die Polizistin und Studentin der FH Wiesbaden genau eine Sekunde vor Ablauf der Regelzeit mit einer Konteraktion gegen die Ägypterin Sultan ins Achtelfinale.

Im Kampf um den Einzug ins Viertelfinale gegen die Mexikanerin Reyna beeindruckte Grimm bereits in der ersten Runde durch Angriffsfreude und geschicktes Stepping.
Um beim Stand vom 2:1 nicht weiter in Rückstand zu geraten, offenbarte sich ab Runde zwei die Kampfstärke Reynas. Ihren massiven aber plump wirkenden Angriffsintervallen verstand sich Grimme geschickt zu entziehen, wenn auch ihre Rückpässe allzu oft in der Sicherheitszone endeten, was wiederum durch Verwarnung geahndet wurde.
Dennoch gelang es ihr, den Anschlusstreffer Reynas mit Paltung auszugleichen. Beim Stand von 3:2 suchte die Mexikanerin die Entscheidung, und stürmte wiederum vehement auf Grimm ein, die dabei wiederum ins Aus lief und sich nun einen Minuspunkt einhandelte.
Beim Gleichstand von 2:2 versuchten beide Kämpferinnen den entscheidenden Treffer zu setzen.
Nach punktloser vierter Runde entschieden sich die Kampfrichter für Deutschland.
Sabrina Grimm steht mit Platz fünf im Viertelfinale.

Knapper wird Bronze selten verfehlt

Ein Resümee kann gleich gezogen werden: Nach vier Mal zwei Minuten gab es weder von Weißrussischer noch von deutscher Seite auch nur einen einzigen Trefferpunkt zu vermelden.
Ein solches Resultat offenbart zweierlei: Erstens befolgte Grimm die taktisch glänzenden Anweisungen von Bundestrainer Holger Wunderlich sehr konsequent, schien aber zweitens seine Aufforderungen, an geeigneter Stelle druckvoll zu kontern, ignoriert zu haben. Somit war Grimms Kampfführung mit schnellen Wechseln von Distanzverkürzung und -Erweiterung ein taktisches Meisterstück. Gepaart mit etwas mehr Risikofreude wäre Bronze sicher gewesen.
So bestimmten am Ende von Runde vier die Kampfrichter auch in diesem Kampf die Siegerin. Sie entschieden sich für Weißrussland. Nachzuvollziehen war diese Entscheidung nicht.

Quelle: adh.de

 

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