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Olympia 2008 im Blick

Säbelfechter eröffnen Saison

Am kommenden Wochenende beginnt für die deutschen Säbelspezialisten in München nicht nur die Saison, einige wenige von ihnen können sich sogar Hoffnungen auf Peking 2008 machen.


fotolia_xavier_marest

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Im Herrensäbel hat derzeitig nur Nicolas Limbach (Bayer Dormagen) einen Stammplatz im Notizbuch des Bundestrainers reserviert. Spätestens nach seiner Bronzemedaille in St. Petersburg ist dem 22-jährigen Weltranglisten- Fünften die Olympia-Fahrkarte nicht mehr zu nehmen. Doch hinter ihm, so wünscht sich Bundestrainer Jo Rieg, sollte ein sportlich fairer, aber erbitterter Kampf um die mögliche Mannschafts-Qualifikation für Peking beginnen. „Ich habe schon einige im Visier, doch automatisch rutscht keiner in die Mannschaft“, so der Bundestrainer. Neben dem Dormagener Limbach können sich einige in die Mannschaft fechten. Björn Hübner (FC Tauberbischofsheim) ist sicher mit klaren Empfehlungen in den kommenden Turnieren ein Kandidat. Doch auch Dennis Bauer könnte sich, wenn er zu alter Stärke zurück findet, wieder in die Mannschaft fechten. Und mit Benedikt Beisheim und Max Hartung (beide Bayer Dormagen) haben sich gleich zwei „junge Wilde“ in’s Gespräch gebracht. „Ersterer ist immerhin JWC-Gesamtsieger und Junioren-Weltmeister. Er hat eine starke Entwicklung hinter sich. Jetzt muss er sich auch bei den Aktiven etablieren bzw. empfehlen. Dann ist er durchaus ein Thema.“, spricht Rieg über den zu den Aktiven gewechselten Beisheim. „Max Hartung wiederum hat durch international gute Leistungen von sich Reden gemacht und wäre für mich auch eine Alternative“, so der Bundestrainer weiter. Damit verweist Rieg unter anderem auf dessen zweiten Platz beim jüngsten Junioren-Weltcup, ergänzt aber: „Du kannst natürlich Junioren und Aktive nicht auf eine Stufe stellen, aber Hartung hat das Zeug, sich auch bei denen durchzubeißen“. Wen Jo Rieg für die ab Januar beginnende Weltcup-Saison einsetzt, wird er erst im Januar bekannt geben. „Fest steht für mich: Wir haben eine Minimal-Chance für Peking und die wollen wir konsequent und mit den Besten angehen“

Im Damensäbel stellt sich die Situation ein wenig anders dar. Bei Team-Chef Eero Lehmann hat augenblicklich keine Fechterin eine Stammplatz-Garantie. „Derzeitig ist keiner gesetzt“, so der knappe Kommentar von Lehmann. Nach dem ernüchternden Abschneiden von St. Petersburg hofft Lehmann zudem auf mehr Druck von unten. „Jetzt bietet sich einigen Juniorinnen die Möglichkeit, in die Mannschaft hinein zu rutschen. So lange wir eine Minimal-Chance auf Olympia 2008 haben, werden wir für dieses Ziel kämpfen. Das geht nur mit Fechterinnen, die dafür alles geben“, fordert der Bundestrainer. Daher wird er München nutzen, um auch einige Juniorinnen unter die Lupe zu nehmen.

Nur Nicolas Limbach wird man am Wochenende in der alt-ehrwürdigen Sporthalle in der Häberlstrasse vergeblich suchen. „Er wird sich auf die bevorstehende Weltcup-Saison vorbereiten und daher aussetzen“, so Jo Rieg. Ansonsten werden alle anderen Deutschen Spitzenfechter in München auf der Planche stehen. Und sie werden das Turnier nicht auf die leichte Schulter nehmen, haben sich zudem einige starke Konkurrenten angesagt. Einer der interessantesten dürfte sicher der Ungar Zzolt Nemcik sein, der das große ungarische Säbel-Team anführt. Der will sicher auch die Siegprämie aus der bayerischen Hauptstadt mitnehmen.

Im Damensäbel haben alle deutschen Spitzen- Fechterinnen gemeldet. Trainer Lehmann hat somit einige Möglichkeiten, in Sachen Mannschaft genau hinzusehen.

Am Rande vermerkt werden sollte auch, dass der Gastgeber MTV immerhin sechs Säbelspezialisten/innen in’s Rennen schickt.

www.fechten.org

 

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