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Personen und Fehleranalyse von mangelhaften Techniken
c) Korrektur und Neubewertung der Techniken, endgültige
Ergebnispräsentation des Blind Self Defense Systems
Die Abwehrtechniken des BSDS werden mit ultimativer Härte ausgeführt. Der Blinde muss sich dazu überwinden, dem Angreifer Gliedmaßen zu brechen oder anderweitig taktisch zu verletzen.
Es lässt sicher die eine oder andere Sichtweise zu, ob hierbei nicht die Verhältnismäßigkeit der Mittel überschritten wird. Fakt ist jedoch, dass sich der Blinde gegenüber einem sehenden Menschen im Nachteil befindet und bei einem Angriff nur eine Chance hat, sich erfolgreich zu verteidigen. Daher ist eine harte Vorgehensweise notwendig und gerechtfertigt.
Die Ausübung des Blind Self Defense Systems kann unter Umständen das eigene Überleben sichern, z. B. bei einem Vergewaltigungsversuch an einer blinden Frau. Wird das Opfer am Boden einmal aus der Richtung gedreht, ist für sie eine Orientierung unmöglich. Der Angreifer kann dann seine Tat unbeirrt weiter ausführen, falls er nicht durch die richtige Gegenmaßnahme (hier ein langanhaltender Schmerz) gestoppt wird.
Wird der Angriff gegenüber einer blinden Person nicht im Keim durch die Zufügung eines langanhaltenden Schmerzes erstickt, kann von einer Schadensbegrenzung des ausgeführten Angriffs gegenüber dem Opfers nicht die Rede sein. Ein zweites Mal wird der Angreifer sich nicht überlisten lassen, sondern auf brutalste Weise versuchen, sein Ziel zu erreichen. Deshalb werden die Techniken des Blind Self Defense Systems mit besonderer Härte ausgeführt.
Das gesamte System ist in sich erweiterbar, die Techniken sind zeitgerecht, flexibel und können je nach Situation jederzeit verändert werden. Sie werden individuell auf den Schüler angepasst,
d. h. es wird auf evtl. Schwächen Rücksicht genommen und versucht, diese durch entsprechende Handhabung auszugleichen. Sehende können bei der Teilnahme am Training von der Anwendung der Techniken profitieren, indem ihre kämpferische Leistungsfähigkeit gestärkt bzw. die Effektivität des eigenen Kampfstils verbessert wird.
Die Stärkung des Selbstbewusstseins blinder Menschen, der Umgang mit Konfliktsituationen sowie ein sicheres Auftreten auf der Straße genießen im Blind Self Defense System oberste Priorität.
Im Blind Self Defense System wird bewusst auf Messer- und Stockabwehren verzichtet, da diese in einer Selbstverteidigung für Blinde als unrealistisch zu betrachten sind. Ein blinder Mensch verfügt nicht über die Fähigkeit, derartige Angriffe im Voraus wahrzunehmen, geschweige, überhaupt in der Lage zu sein, diese abzuwehren.
Des Weiteren gibt es in der Fallschule des BSDS keine Rollen (Vorwärtsrolle, Rückwärtsrolle etc.). Der besondere Wert wird in der Ausübung von Stürzen, so wie sie im Regelfall auf der Straße vorkommen, gelegt. Diese werden jeweils die Bedürfnisse der blinden Person angepasst.
Im Idealfall wird die Technikschulung im Verhältnis von einem Trainer zu drei Schülern durchgeführt. Hierbei ist ein besonderes Einfühlungsvermögen seitens des Trainers von großer Bedeutung, da der Blinde / die Blinde durch die Führung seines / ihres Körpers die Selbstverteidigungstechniken erlernt.
„Die Verknüpfung asiatischer und moderner Selbstverteidigung mit den Erfordernissen, einer blinden Person in der Technikschulung unterweisen zu können, ist richtungsweisend für alle nachfolgend auf diesem Gebiet zu betreibenden Studien“. So Bernd Höhle vom Golden Dragon Kampf-Kunst-Center Stadthagen.
| Bericht: | M. Kleinertz |
| Quelle: | Martial Arts Association - International |
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