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Bärenstarker Joppich gewinnt in St. Petersburg

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Deutsches Florett-Duo in Peking am Start

Der Koblenzer Peter Joppich hat eine Woche nach seinem frühen Ausscheiden beim Heim-Weltcup in Bonn seine Kritiker in Sachen Leistungsstärke eines Besseren belehrt.

Beim Grand-Prix in St. Petersburg siegte der 25-jährige just in jener Stadt, in der er vor fünf Monaten seinen dritten WM-Titel errang.


Im Finale des äußerst stark besetzten Turniers demontierte Joppich in nur sechs Minuten seinen Kontrahenten Salvatore Sanzo (Italien) förmlich.15:7 hieß es am Ende für den Koblenzer. „Damit ist klar, dass auch Peter nach Peking fahren wird. Eigentlich stand es schon vorher fest, doch nun gibt es keine Zweifel mehr. Nach dem Missgeschick von Bonn wollte Peter natürlich heute allen beweisen, wie stark er ist“, freute sich anschließend sein Trainer Uli Schreck (Bonn). Nach verhaltenem Auftakt fand Joppich diesmal schnell seinen Rhythmus und zeigte sich gewohnt sicher. Über die Stationen Artur Achmatkhuzin (Russland/15:10), Marcin Zawada (Polen/15:11) und Dimitry Zherebchenko (Russland/15:7) qualifizierte sich Joppich für die runde der besten Acht des Grand- Prix. „Nicht schon wieder“, stöhnte Bundestrainer Uli Schreck nach Bekanntgabe der Viertelfinal-Begegnung. Die lautete, nicht zum ersten Mal, Joppich – Kleibrink. „Diesmal hatte Peter die Nase vorn, war der bessere von beiden“, urteilte Schreck nach dem 15:12-Sieg des Kolbenzer, der seit langem in der Gruppe von Uli Schreck in Bonn trainiert. Auch der Chinese Zhang Linangliang fand im Halbfinale gegen Peter kein passendes Rezept und unterlag 11:15. „Nun ist es wichtig, das Peter sich in der Weltrangliste weiter nach vorn punktet. Damit schließen wir zumindest ein Aufeinandertreffen unserer beiden Besten bereits im Viertelfinale aus. Am liebsten wäre mir natürlich, dass sich beide in gut fünf Monaten erst im Finale direkt begegnen“, fügt er mit einem Lächeln hinzu. Auf Platz vier in der aktuellen Weltrangliste dürfte sich Peter mit dem Sieg in jedem Fall vorgearbeitet haben. „Die Position wäre optimal. Ich bin zwar nicht abergläubisch, aber vor der WM hatte ich genau jene Platzierung und bin dann Weltmeister geworden“, so Joppich selbst.

Auch mit den weiteren deutschen Florett-Spezialisten dürfte der Bundestrainer angesichts der Weltklasse von St. Petersburg zufrieden sein. Benjamin Kleibrink (Bonn) auf Rang fünf hatte sich schon vor Wochenfrist in Bonn für Peking qualifiziert. Dominik Behr (Tauberbischofsheim) erreichte diesmal Rang 14. Er verlor im Achtelfinale gegen den Chinesen Zhang Linangliang 10:15. Thomas Stanek (Jena) belegte Platz 42.

Die Platzierungen: 1. Peter Joppich (Koblenz), 2. Salvatore Sanzo (ITA). 3. Andrea Baldini (ITA), 3. Zhang Linangliang (CHN), 5. Benjamin Kleibrink (Bonn), 6. Andrea Cassara (ITA) ,7. Zhu Jun (CHN), 8. Alexej Cheremisinov (RUS), 14. Dominik Behr (Tauberbischofsheim), 42. Thomas Stanek (Jena)

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