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Geschichte: Okinawanische Bauern „entdeckten“ ursprünglich den Tonfa, obwohl der Ursprung in China lag, nennt man es dort Guai/Kuai. Der genaue Ursprung des Tonfas ist nicht mehr nachzuvollziehen, es gibt jedoch auch Texte und Bilder, welche belegen, dass er ehemals eine Kurbel an Mühlsteinen war, welche schließlich zur Waffe umfunktioniert wurde.
Der Grund für die Entwicklung von Tonfa war wie bei allen Okinawa-Bauernwaffen (Sai, Kama, Nunchaku, usw.) das Verbot des Schwert-Tragens außerhalb der Samurai-Kaste. Um sich gegen diese Waffe verteidigen zu können, wurden die verschiedenartigsten Feldgeräte umfunktioniert und zweckentfremdet. Der Umgang mit diesen sogenannten „Bauernwaffen“ wurde jedoch auch in den höheren Gesellschaftsschichten Okinawas geübt (Bsp.: Chatan Yara, Bushi Matsumura usw.).
Handhabung und Einsatz: Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, den Tonfa zu führen. Bei der bekanntesten führt man ihn mit der Faust um den Griff, so schützt das Unterarmholz den Unterarm. Hier sind schnelle Drehschläge aus dem Handgelenk möglich. Der ursprüngliche Tonfa wurde als Paarwaffe benutzt mit dem Ziel, den Schlag des Gegners zu blocken (1. Tonfa) und ihm dann eine Verletzung zuzufügen (2. Tonfa). Des Weiteren kann man den Tonfa auch unterhalb des Quergriffs greifen, so schützt der Quergriff die Hand und man kann die lange Seite wie einen kurzen Knüppel verwenden. Greift man den Tonfa am langen Ende, so kann man ihn wie einen Kriegshammer oder ein Tomahawk einsetzen. Die MES Seminare finden unter der Flagge der International-Security-Service und Martial Arts Association-International www.MAA-I.com statt. Im April wird Erwin Pfeiffer mit Bernd Höhle im Auftrag der VP Marsberg Production im Golden Dragon Kampfkunst-Center ein MES Lehrfilm produzieren.
| Bericht: | M. Kleinertz |
| Quelle: | Martial Arts Association - International |
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