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Im Wandel der Zeiten

M.l Röder

Liebe Kampfsportler/in, Vereins-, und Schulleiter,
in den letzten 25 Jahren hat sich viel getan, im Bereich der internationalen Kampfsport und der Kampfkunst. Unzählige System und Stilrichtungen wurden überarbeitet, weiterentwickelt oder gar vollständig neu gestaltet.  Auch sind in diesen 25 Jahren, wuchsen die Zahlen der neu gegründeten Schulen und Vereine allein bei uns in Deutschland in das Unermessliche. Ein Umstand, der durchaus positiv ist und den vielen engagierten Sportler/innen  in der Martial Arts zu verdanken ist.


Wo Licht ist, ist auch Schatten
Und dennoch, gibt es leider auch sehr viele Schattenseiten in diesem Sportbereich. So hörte von uns ein Jeder „Hier und Dort“,  von Geschichten aus Vereinen oder Schulen, in dem es halt nicht so läuft wie es nach seriösen Vorstellung wohl laufen sollte.  Da gibt es z.B. die schlecht ausgebildeten und unmotivierten Trainer und Sportlehrer, selbstverliebte oder gar größenwahnsinnige Meister welche sich selbst die Graduierungen verleihen, überhöhte Beiträge in Schulen und Vereine,  ohne eine entsprechende Gegenleistung für das Mitglied, Systeme die zwar interessant scheinen aber weit ab von der Verwendbarkeit liegen, Prüfungen die nicht sauber gelaufen sind, weil der Prüfer den Prüfling nicht mochte, nicht nachvollziehbare verliehene Graduierungen ohne entsprechenden Hintergrund, Zwangslehrgänge vor Prüfungen damit die Kasse stimmt, Vereine oder Schulen die schon jetzt Finanziell schon mit dem Rücken an der Wand stehen, usw. usw. die Liste ist schier endlos.

Nun fragt man sich ja, woran liegt so etwas und wer hat schuld an diesen Zuständen?
Diese Frage ist sicherlich nicht sehr leicht zur Befriedigung aller Beteiligten zu klären bzw. als genauen Grund dafür zu finden.

Hierzu gehören natürlich immer zwei beteiligte Gruppen!  Also die Intuitionen (Verbände), welche die besagten problembehafteten Schulen oder die Vereine normalerweise fördert bzw. anleitete gewisse Dinge so oder so zu handhaben. Auf der anderen Seite die Schulen oder Vereine bzw. dessen Vertretet selbst, die so etwas (ob gewollt oder nicht) in einer gewissen Weise das Ganze stillschweigend hinnehmen oder auch fördern. Fakt aber ist, das aufgrund unserer Recherchen durch Befragung von hunderten unzufriedener Mitgliedern aus unterschiedlichen Verbänden, nach deren Ansicht ihr eigentlicher der Förderer, (also der Verband dem Sie sich anschlossen) eine nicht unerhebliche Mitschuld an dieser ganzen Misere trägt. Es gibt unzählige Fach- oder Stilbezogene  oder auch Stiloffene Verbände), welche dieses Chaos eigentlich durch ihre Arbeit nicht verhindern, sonder, (ob gewollt oder nicht beleibt dahingestellt) sogar diese Misere leider mit ihrer Arbeitsweise noch fördern. Das ist absolut ein negativer Trend, den Niemand von uns auf Dauer haben und akzeptieren sollt!

Ein Verband (also eine Verbindung von Gleichgesinnten), sollte in erster Linie seinen wahren Aufgaben und Verantwortungen gerecht werden. Diese besonders verantwortungsvollen Aufgaben sollten aber nicht nur darn bestehen, (wie von diesen Irrtümlich geglaubt und praktiziert) einem Mitglied lediglich einen Sportpass in die Hand zu drücken,  mit Regelungen, Satzungen und Vorschriften zupflastern und dann sich noch das Ganze noch horrend bezahlen zu lassen. Das ist reiner Kommerz und hat nichts mehr mit dem Sport und der Kunst gemein!  Zu viele Unwissenden und Profitgierige, versuchen immer wieder schnell einmal einen Verband aus dem Boden zu stampfen und sind sich gar nicht der Tragweite ihres Handelns bewusst. Aber auch die großen Fachverbände, mit den unzähligen Posten und Positionsbesetzungen sind kein eindeutiger Garant für eine mitgliederorientierte Qualität. Ganz im Gegenteil, denn hier verliert jeder sehr schnell den Überblick und kann sich ausrechnen was auf ihn und seine Schule oder Verein zukommen wird. Stichwort: 600 Euro Jahresgebühr für die reine Mitgliedschaft!!!???

Wie könnte eine optimale Betreuung durch einen versierten Dachverband für ein Mitglied aussehen?

Hier ein paar sehr wenige aber wichtige Punkte:
  1. ein Mitglied soll ein Maximum an Leistung und Unterstützung geboten werden. Hierbei ist es unerheblich ob es sich um personelle oder finanzielle Unterstützung geht.
  2. ein Mitglied soll in die Verbandsarbeit und Führung aktiv mit eingebunden sein. Ideen, Wünsche und Vorschläge sollten ernsthaft geprüft und im Interesse aller Mitglieder umgesetzt werden.
  3. ein Mitglied soll als solches auch anerkannt und behandelt werden. Dieses unabhängig seiner ethnischen, kulturellen oder stilbezogener Herkunft und Graduierung
  4. ein Mitglied soll an der Kommunikation im Verband aktiv teilnehmen dürfen
  5. ein Mitglied soll nicht finanziell übervorteilt werden oder ausgenutzt werden
  6. ein Mitglied soll immer einen wirklich sachkundigen Fachbetreuer und Ansprechpartner in dessen Stilrichtung zur Verfügung stehen haben
  7. ein Mitglied soll von allen Erfolgen des Verbandes auch profitieren können
Dieses sind nur sehr wenige von vielen Punkten auf dem Weg einer optimalen und professionellen Mitgliederbetreuung. Nicht unerheblich ist natürlich auch die Philosophie des Verbandes selbst. Wer als Präsidiumsmitglied oder Funktionär, den Umgang mit seinen Mitgliedern scheut oder gar ablehnt kann seiner wahren Aufgabe nicht gerecht werden. Wer nur auf den Titel, (ob echt oder nicht) seines Mitgliedes schielt und den kleinen Schüler oder Trainer nicht beachtet (Stichwort Lehrgänge), der wirkt weder professionell noch sozial kompetent und schon gar nicht vertrauenserweckend.  Ein Verweis auf Kommunikation über Formulare, Emailadressen oder Telefaxnummer ist kein Weg für Mitglied und seinem Anliegen. Nur in einem persönlichen Gespräch von „Mensch zu Mensch“ lassen sich Probleme lösen, Wünsche erkennen und Ideen verwirklichen. 

Immer wieder hören wir von unzufrieden Mitgliedern aus diversen Verbänden, das dort nur eines immer wichtig war wie z.B.;
  • eine pünktliche Beitragszahlung des Verein oder der Schule.
  • die regelmäßige Teilnahme an mehr oder weniger freiwilligen Fortbildungen, Lehrgängen oder Seminaren um zur nächsten Prüfung zugelassen zu werden.
  • sich immer bedeckt halten und nie Wünsche, Vorstellungen oder Ideen zu äußern und manchmal sogar sich ausnutzen zu lassen.

    Das sind nur einige der vielen Kretikpunkte dieser unzufriedenen Mitglieder…
Wenn dieses der zukünftige Weg in den besagten Verbänden ist und bleibt, dann wir die Martial Arts immer weiter an Attraktivität verlieren bzw. vielen Schülern und Meistern sehr nachdenklich stimmen. Und das Schlimmste an dem Ganzen? Somit bleiben auch die Vorkommnisse in den besagten Vereinen und Schulen, welches also dann wiederum die Mitglieder betrifft. Dieser negative Trend ist schon in vielen anderen Sportbereichen vorgedrungen und  leider „Gang und Gebe“.
 

Gibt es denn bereits eine Lösung aus diesem Dilemma?
Den vielen wahren Meistern und Schülern, welche tagtäglich hart trainieren und sich ihre Anerkennung wirklich verdienen, aber auch den vielen Schulen und Vereinen können wir Mut machen.  Ja diese gibt es noch!  Wenn auch nur sehr wenige "Verbände", welche wohl der  Erwartung  ihrer Mitglieder wirklich gerecht werden aber dieses  dafür dann in allen Punkten.

Nun wo findet man denn diese "Förderer" ? Woran merke ich ob ich dort auch als "Mitglied und Sportler" wirklich Willkommen bin und man nicht nur Interesse an meinem Beitrag und guten Ruf hat?
Hier ist die der Weg der Suche das Ziel. Also nehmen Sie sich Zeit dafür! Dem Sprichwort getreu „darum prüfe wer sich bindet“

Hier ein kleiner Wegweiser von mir:
  • Machen sich zunächst eine Liste ihrer persönlichen Erwartung , Vorstellung und Bedürfnissen. Und falls Sie einen eigenen Verein oder eine Schule haben, auch die von ihren Mitgliedern.
  • Schauen Sie sich die Webseite der Verbände ganz genau an und lesen Sie auch zwischen den Zeilen.
  • Geht es da nur um den Verband selbst (seine Erfolge, großen und tollen Meister, seine Beziehungen und Mitgliedschaften zu und in anderen Verbände.
  • wirkt das ganze wie ein Verkaufsständer (hier können Sie für wenig Geld z.B. Titel, Diplome, Meistergraduierungen usw. oder Fortbildungen zum... Instructor im Wochenendlehrgang  günstig erwerben oder ohne dafür Nachweise bringen zu müssen erhalten „Anerkennen“ lassen.
  • Ist der Verband auch erreichbar bzw. kann man dort auch wirklich anrufen und wird man auf Wunsch auch zurückgerufen. Wenn Emailanfrage erwünscht sind, bekommen Sie auch innerhalb von 24 Stunden eine detalierte Rückantwort oder gar einen Rückruf.ist eine direkte Kommunikation mit den Vorständen oder Funktionären möglich oder sind diese doch nur per Post oder Telefax mittels eines einfachen Formular  erreichbar.
Und Vorsicht, wenn jemand Sie mit dem Wort "Gebührenfreie oder Kostenlose Mitgliedschaft“ ködern will! Der Bumerang kommt auf jeden Fall zu Ihnen zurück, denn kein Verband kann ohne eine gewisse Einnahme (und sei es nur durch Mitgliedsbeiträge oder Veranstaltungen) seine Dienstleistungen  zum absoluten Nulltarif anbieten geschweige alles so finanzieren! Es sei denn, er erhebt nur das Minimum und arbeitet im wirklichen „Non-Profit Verfahren“, was bedeutet, das er wirklich nachweislich alle Einnahmen wieder an die Mitglieder (gleich in welcher Form) ausschüttet und da ich kenne ich persönlich nur einen wirklichen Non-Profit Verband.


Vergleichen Sie also alle ihre wichtigen Punkte auf ihrer persönlichen „Für und Wider-Liste“ und treffen Sie dann in Ruhe ihre Entscheidung!
Auch Empfehlungen oder Referenzen sind Goldwert! Bitten Sie doch den Verband der Sie interessiert, spontan um einige Referenzen (Schulen oder Vereine die schon Mitglied sind) und rufen sich gleich im Anschluss diese an! Sprechen Sie auch mit ihren Mitgliedern, (sofern Sie eine Schule oder einen Verein führen) und fragen nach deren Meinung. Und versuchen sie mit den Verbands-verantwortlichen zu sprechen. Sollte dieses aus irgendwelchen Gründen ablehnt werden, dann ist dieses schon ein Hinweis für Sie, „wie Ernst man Sie wirklich nimmt“.  Wenn Sie aber doch einen Verantwortlichen gesprochen haben, der Ihnen hoffentlich alle ihre Fragen offen und ehrlich beantwortet hat und auch ihre Erwartungen bis dahin erfüllt sind, dann haben Sie "den Verband" gefunden, in dem Sie hoffentlich sehr lange Zeit glücklich und zufrieden sein werden.
Ich hoffe ich konnte mit diesen Zeilen „Allen Kampfsportlern und Kampfkünstlern bzw. Schulen oder Vereinen“ welche auf der Suche sind und vor einer solchen schweren Entscheidung stehen, etwas die Augen und Ohren öffnen und mit diesen guten Ratschlägen weiterhelfen!
Mit sportlichen Grüßen

Markus Peter
Sekretär der A.D.D.I.


 

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