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Der Tauberbischofsheimer war nach Ende des letzten Treffers selbst überwältigt. "Endlich hat sich die ganze Arbeit für das ausgezahlt, was ich immer wollte, eine Einzelmedaille. Immerhin bin ich seit fast acht Jahren in der Nationalmannschaft. Jetzt habe ich das, was ich immer wollte, einen internationalen Einzeltitel", so Schmid freudestrahlend. Sein Coach Didier Ollagnon fügt hinzu: "Einfach großartig. Endlich hat es geklappt. Sven hat es drauf gehabt. Spätestens nach dem Gefecht gegen Nikishin wusste ich,
dass Sven das heute packt". Nur einmal machte es der einstige Böblinger auf dem Weg in die Finalrunde spannend. Im 32-er Tableau bot ihm der Schweizer Max Heinzer lange Paroli. Schmid setzte sich schlussendlich mit 15:14 durch. Was folgte, war ein deutlicher 15:11 Sieg gegen Carl Forsell (SWE) und ein äußerst spannendes 8:7-Gefecht gegen Bogdan Nikishin (UKR). Auch der Weltranglisten-Erste, Gauthier Grumier (FRA), konnte die Siegesserie von Schmid nicht stoppen und unterlag 14:15. Der Tauberbischofsheimer krönte seinen Siegeszug mit einem ungefährdeten und eindrucksvollen 15:7-Sieg gegen den WM-Dritten von Havanna 2003, Ulrich Robeiri (FRA).
Schmids Vereinskollege Jörg Fiedler rauschte dagegen um Haaresbreite an Edelmetall vorbei. Der 31-jährige marschierte mit Riesenschritten in die Finalrunde von Plovdiv. Steffen Benjamin (SUI/15:10) konnte ihn ebenso wenig aufhalten, wie anschließend Krzystof Mocolajczak (POL/1510). Auch Alfredo Rota (ITA) wurde vom einstigen Leipziger förmlich dominiert und zog mit 6:15 klar den Kürzeren. Es war wohl nicht das erste Mal, das "Fidel" gegen den Franzosen Ulrich Robeiri unterlag. 9:15 hieß es am Ende für Robeiri. "Na klar bin ich enttäuscht. Wenn Du den ganzen Tag ordentliche Gefechte ablieferst und dann kurz vor dem Podest verlierst, ist da schon ärgerlich", so Fiedler nach dem Gefecht. "Ich schaue jetzt nach vorn und hoffe, dass wir in der Mannschaft eine weitere Medaille holen", fügt er hinzu.
Dagegen enttäuschten Christoph Kneip (Leverkusen) und Martin Schmitt (Tauberbischofsheim). Beide schieden bereits in der Runde der letzten 64 aus. Der Vizeeuropameister des Vorjahres, Martin Schmitt, verabschiedete sich nach einem 7:15 gegen Sven Jarve (EST), wie auch sein Teamkollege Christoph Kneip, der Marc Font (ESP) mit 11:15 unterlag.
Die deutschen Säbeldamen konnten am letzten Tag der Einzelentscheidungen keine Akzente setzen. Margaritha Tschomakov (Bonn) und Sibylle Klemm (Tauberbischofsheim) schieden bereits nach der Vorrunde aus, Anna Limbach (Dormagen) und Stefanie Kubissa (Dormagen) unterlagen in der Runde der letzten 32 gegen Katarzyna Kedziora (POL/10:15) bzw. Araceli Navarro (ESP/8:15). "Ich bin schon ein wenig enttäuscht. In der Runde auszuscheiden, entspricht nicht unserem Niveau. Und Anna und Kubi haben auch mehr drauf", ärgerte sich Bundestrainer Eero Lehman anschließend. Er ergänzt: "Jetzt müssen die Mädels das ablegen und sich auf die Mannschaft konzentrieren. Da ist vieles möglich".
Den EM-Titel sicherte sich in Plovdiv Olga Kharlan (RUS) durch einen 15:10-Sieg gegen Ekaterina Diatchenko (RUS).
Die Platzierungen:
Herrendegen: 1. Sven Schmid (Tauberbischofsheim), 2. Ulrich Robeiri (FRA), 3. Gabor Boczko (HUN), 3. Gauthier Grumier (FRA), 5. Jörg Fiedler (Tauberbischofsheim), 6. Bogdan Nikishin (UKR), 7. Jerome Jeannet (FRA), 8. Luis Jose Abajo (ESP), 41. Christoph Kneip (Leverkusen), 46. Martin Schmitt (Tauberbischofsheim)
Damensäbel: 1. Olga Kharlan (UKR), 2. Ekaterina Diatchenko (RUS), 3. Solenne Mary (FRA), 3. Galyna Pundyk (UKR), 5. Vassiliki Vouglioka (GRE), 6. Irena Wieckowska (POL), 7. Andreea Pelei (ROM), 8. Katarzyna Kedziora (POL), 18. Stefanie Kubissa (Dormagen), 21. Anna Limbach (Dormagen), 39. Margarita Tschomakov (Bonn), 42. Sibylle Klemm (Tauberbischofsheim)
| Foto: | © pixelio_Paul_Georg_Meister / PIXELIO, www.pixelio.de |
| Bericht: | Deutscher Fechter-Bund, Olaf Wolf |
| Quelle: | Deutscher Fechter-Bund |
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