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"Letztmalig waren wir 2001 so erfolgreich. Sechs Medaillen, davon zwei Mal Gold, zeigen, dass wir international recht gut da stehen. Leider hat uns in den Mannschaftsentscheidungen ein wenig die Frische gefehlt. Da war sicher noch die eine oder andere Medaille drin. Aber nicht nur unsere Vorzeige-Disziplinen werden in Antalya wieder angreifen und dann auch bei der einen oder anderen Obmann-Entscheidung mehr Glück haben. Zudem hoffen wir, dass Athleten,
wie Peter Joppich oder Imke Duplitzer, ihre Verletzungen auskuriert haben. Aber wir haben auch gesehen, dass unser neues Verbandskonzept erste Früchte trägt. Insgesamt können wir mit breiter Brust zu den Weltmeisterschaften nach Antalya fahren", so Kaspar zum Abschluss der Wettbewerbe. Die Deutschen finden sich in der bulgarischen EM-Stadt immerhin auf Platz zwei der Nationenwertung wieder. Man muss schon bis nach Koblenz 2001 zurück schauen, um auf eine ähnlich gute Medaillenausbeute verweisen zu können.
Sportlich gesehen herrschte alm letzten Tag der EM vor allem bei den Degenherren nach ihrem ernüchternden neunten Rang im Gesamtklassement einiger Frust. "Wir hatten uns im Vorfeld einiges vorgenommen, haben aber bereits zeitig eine vermeidbare Niederlage kassiert", umschreibt Bundestrainer Didier Ollagnon die Situation. Bereits im Achtelfinale verloren Sven Schmid, Jörg Fiedler, Martin Schmitt (alle Tauberbischofsheim) und Christoph Kneip (Leverkusen) 40:45 gegen den Weltranglisten-Achtzehnten Norwegen. Damit war für die vier maximal Rang neun möglich. Was folgte, waren Siege gegen Tschechien (45:29), Portugal (45:37) und Estland (45:35). "Ich bin enttäuscht vom Abschneiden unser Mannschaft. Leider haben nur unsere Top-Leute konstant gut gefochten. Aber das reicht eben nicht. Wir haben unser Potential in der Mannschaft insgesamt nicht ausgeschöpft. Daher werden wir uns jetzt zusammensetzen, die EM auswerten und die WM-Vorbereitung konsequent angehen", so der Bundestrainer abschließend.
Der Titel des Jahres 2009 ging an Ungarn, die sich im Finale mit 45:32 gegen die Schweiz durchsetzten. Rang drei sicherte sich Italien durch ein 45:39 gegen Polen.
Im Damensäbel zeigten sich die deutschen Fechterinnen durchaus respektabel. Nach ihrem Auftaktsieg gegen Island (45:38) verloren Anna Limbach, Stefanie Kubissa (beide Dormagen), Margarita Tschomakov (Bonn) und Sibylle Klemm) im Viertelfinale gegen die Weltranglisten-Dritten Russland 36:45. Gegen Polen mussten sich die vier anschließend 31:45 beugen. Das abschließende
Gefecht um Rang acht entschieden die Schützlinge von Bundestrainer Eero Lehmann mit 45:39 gegen Rumänien zu ihren Gunsten. "Die Mädchen haben sich hier gut präsentiert. Sie sind noch jung und in ihnen steckt Potential. Wir wollten mindesten Position sieben und das haben die vier auch umgesetzt.", äußerte anschließend der Bundestrainer. Stefanie Kubissa ergänzt:"Ich bin
einfach Happy. Wir hatten uns Rang Sieben als Mindestziel vorgenommen und es auch mit einer guten Mannschaftsleistung erreicht. Und warum sollten wir uns nicht auch einmal trauen, weiter nach vorn zu schauen".
Titelträger im Damensäbel wurde die Ukraine, die im Finale Russland mit 45:31 bezwangen. Dritter wurde Italien durch einen45:40-Sieg gegen Ungarn.
Platzierungen:
Herrendegen: 1. Ungarn, 2. Schweiz, 3. Italien, 4. Polen, 5. Frankreich, 6. Ukraine, 7. Russland, 8. Norwegen, 9. Deutschland (Sven Schmid, Jörg Fiedler, Martin Schmitt, Christoph Kneip)
Damensäbel: 1. Ukraine, 2. Russland, 3. Italien, 4. Ungarn, 5. Frankreich, 6. Polen, 7. Deutschland (Anna Limbach, Margarita Tschomakov, Stefanie Kubissa, Sibylle Klemm), 8. Rumänien
| Foto: | © pixelio_Paul_Georg_Meister / PIXELIO, www.pixelio.de |
| Bericht: | Deutscher Fechter-Bund, Olaf Wolf |
| Quelle: | Deutscher Fechter-Bund |
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Am heutigen Vortag der EM in Tscheljabinsk fanden die Auslosungen statt. Hier der Link zu den Listen. Außerdem gibts wieder Neues aus der EM-Stadt von Reinhard Nimz.