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Peter Joppich holt WM-Bronze

fotolia_xavier_marest

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Auch wenn es in diesem Jahr nicht das vierte Gold in Folge wurde, das deutsche Team feierte nach der Siegerehrung ausgelassen die Bronzemedaille gemeinsam mit Peter Joppich.

Der Koblenzer zeigte sich beim Jahreshöhepunkt erneut in großartiger Verfassung. Mit klaren Siegen marschierte Joppich auf schnellen Füßen in Richtung Finale. Philippe Jorgensen (DEN) und Javier Menendez (ESP) stellten für den dreimaligen Weltmeister keine ernsthafte Bedrohung dar und unterlagen jeweils 9:15.


Der Chinese Lei Sheng machte es Peter im Achtelfinale da schon etwas schwerer, musste sich dennoch schlussendlich mit 12:15 geschlagen geben. Was dann folgte, war „Joppich pur“. Radoslaw Glonek (POL), seines Zeichens Weltranglisten-Dritter, brachte den Koblenzer in einen Rückstand, führte immer wieder im Gefecht um den Einzug in das Halbfinale. Doch Joppich zeigte nicht nur Weltklasse, er entschied den Kampf mit der ihm eigenen Nervenstärke. „Das war Peter, wie wir ihn kennen. Er hat sich nicht aus dem Konzept bringen lassen, sich immer wieder heran gearbeitet und dann kaltschnäuzig den entscheidenden Treffer zum 15:14 gesetzt“, umschreibt Sven Ressel, Vizedelegationsleiter der deutschen Equipe, die Situation. Im Halbfinale sah sich Peter Joppich dem Chinesen Zhu Jun gegenüber. Der Chinese schien von den Erfolgen des Koblenzers wenig beeindruckt, drehte in der Mitte des Kampfes das Gefecht zu seinen Gunsten und siegte am Ende 15:11 gegen den Titelverteidiger. „Die Gefechte gegen Lei und Glonek haben Peter viel Kraft gekostet. Die hat ihm gegen Zhu nach hinten heraus ein wenig gefehlt“, erläutert Bundestrainer Uli Schreck. „Aber insgesamt bin ich sehr zufrieden. Hut ab vor Peters Leistung. Es zeigt sich: Immer wenn internationale Höhepunkte anstehen, steht er auf dem Treppchen“, so Schreck über seinen Schützling. Im abschließenden Finale setzte sich der Italiener Andrea Baldini mit gleichem Ergebnis gegen den Chinesen durch und sicherte sich damit den ersten WM-Titel in seiner Karriere. Ein wenig anders hatte sich Olympiasieger Benjamin Kleibrink den Tag vorgestellt. Anfänglich lief für den wegen eines Infekts leicht angeschlagenen Tauberbischofsheimer alles nach Plan. Ohne viel Federlesens eliminierte er den Moldawier Boris Paghiev 15:8, anschließend fertigte er den Ukrainer Andre Pogrebnyak mit 15:4 im Eilverfahren ab. Im Achtelfinale wartete dann der unbekannte Chinese Shi Jialuo auf den Olympiasieger. Und der sollte an diesem Tag zum Stolperstein für Benjamin Kleibrink werden. Schon nach kurzer Zeit führte Jialuo mit 1:7, verteidigte standhaft und siegte am Ende 15:11 gegen Kleibrink. „Der Chinese hat stark gefochten, war schnell auf den Beinen. Benny ist mit ihm nicht so richtig klar gekommen“, analysiert Schreck sachlich. Am Ende hieß es Rang 12 für Kleibrink. Die beiden weiteren Deutschen, Andre Weßels und Sebastian Bachmann (beide Bonn) verloren ihre Gefechte im Tableau der letzten 64 gegen Simone Vanni (ITA/10:15) bzw. Andrea Cassara (ITA/7:15). Für sie standen am Ende die Plätze 45 und 62 zu Buche. Die Platzierungen: 1. Andrea Baldini (ITA), 2: Zhu Jun (CHN), 3. Peter Joppich (Koblenz), 3. Artem Sedov (RUS), 5. Andrea Cassara (ITA), 6. Radoslaw Glonek (POL), 7. Kurt Getz (USA), 8. Shi Jialuo (CHN), 12. Benjamin Kleibrink (Tauberbischofsheim), 45. Andre Weßels (Bonn), 62. Sebastian Bachmann (Bonn)

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