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Die deutsche Mannschaft mit Peter Joppich (Koblenz), Benjamin Kleibrink, Dominik Behr (beide Tauberbischofsheim) und Sebastian Bachmann (Bonn) startete ihren Wettkampftag mit einem 45:39 gegen Österreich. Für kurze Nervosität sorgte im Auftaktgefecht Dominik Behr, der sich leicht am Fuß verletzte.
„Kein Problem, Dominik ist nur umgeknickt. Der Fuß wurde bandagiert und ich habe ihm dann eine Auszeit gegeben“, umschreibt Coach Uli Schreck die Situation. Für Behr stand im folgenden Gefecht gegen Polen der Bonner Sebastian Bachmann auf der Planche. „Er hat seine Sache heute richtig gut gemacht und sich ausgezeichnet ins Team integriert“, lobte Schreck den Youngster in der Mannschaft. Polen konnte die deutsche Equipe nicht wirklich in Bedrängnis bringen und unterlag 37:43. Damit hatten Kleibrink, Joppich und Co. bereits das selbst gesteckte Minimalziel, das Halbfinale der WM, erreicht. Mit Russland, seines Zeichens aktueller Vize-Europameister, wartete da schon ein größeres Kaliber auf die Deutschen. Und auch die „Nuss“ knackten sie und siegten 42:40. „Natürlich willst Du Gold, wenn Du im Finale stehst“, so Uli Schreck vor dem Mannschaftskampf gegen die Italiener. „Aber die sind nicht irgendwer“, ergänzt er. Bis zum Schluss hielten die Deutschen das Gefecht offen, arbeiteten sich immer wieder heran. Erst Italiens Schlussfechter Andrea Baldini konnte im Schlussgefecht die entscheidenden Treffer zugunsten seiner Mannschaft setzen. „Alle vier haben heute eine tolle Leistung abgeliefert. Es war wieder einmal eine denkbar knappe Geschichte. Wir waren auf Augenhöhe mit den Italienern. Ich bin stolz auf die Jungs und natürlich freuen wir uns über Silber“, fügt Uli Schreck abschließend hinzu. Mit 45:41 konnten sich am Ende die Italiener durchsetzen.
Zwar nicht in die Medaillenränge, aber zumindest auf Rang acht in der Endabrechnung arbeiteten sich die deutschen Säbelfechterinnen vor. „Wir haben einiges wieder gut zu machen“, zeigte sich Bundestrainer Eero Lehmann vor Beginn der Entscheidungen selbstbewusst. Mit einem mageren 16-ten Platz mussten die Deutschen sich vor zwei Jahren begnügen. Das sollte in diesem Jahr anders werden. Ohne viel Federlesens fegten Stefanie Kubissa, Anna Limbach (beide Dormagen), Sibylle Klemm (Tauberbischofsheim) und Alexandra Bujdoso (Koblenz) die Vertretung Kanadas von der Bahn. Es folgte der Weltranglisten-Erste und WM-Dritte von St. Petersburg, Russland. Lange hielten die Deutschen gegen die Russinnen mit, ehe sie am Ende 36:45 unterlagen. Rang acht stand nach einer weiteren Niederlage gegen die USA (33:45) und Italien (40:45) für das junge Team von Eero Lehmann zu Buche. „Die Mädels haben einen großen Schritt nach vorn gemacht. Darüber sind wir sehr erfreut. Sogar gegenüber der EM vor wenigen Wochen konnten wir eine deutliche Steigerung feststellen. Daran sollten sie anknüpfen“, stellt Delegationsleiter Manfred Kaspar erfreut fest. Titelträger im Damensäbel wurde die Ukraine durch einen 45:38-Sieg gegen Frankreich. Rang drei ging in Antalya an China.
Die Platzierungen:
Herrenflorett: 1. Italien 2. Deutschland (Peter Joppich, Benjamin Kleibrink, Sebastian Bachmann, Dominik Behr) 3. Russland 4. China 5. Japan 6. Großbritannien 7. Frankreich 8. Polen
Damensäbel: 1. Ukraine 2. Frankreich 3. China 4. Russland 5. Italien 6. USA 7. Polen 8. Deutschland (Stefanie Kubissa, Alexandra Bujdoso, Anna Limbach, Sibylle Klemm)
Bild: Am Ende war es wieder einmal eine knappe Entscheidung. Wie auch in den letzten Jahren hießen die Finalisten der Herrenflorett-Mannschaftsentscheidung Deutschland und Italien.
| Foto: | fotolia_xavier_marest |
| Bericht: | Deutscher Fechter-Bund, O.Wolf |
| Quelle: | Deutscher Fechter-Bund, O.Wolf |
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