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Bronze für Florett-Damen

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Nach 10-jähriger Medaillenabstinenz bei Weltmeisterschaften haben die deutschen Florett-Damen am vorletzten Tag der Fecht-WM in Antalya verdient Bronze gewonnen.

Die Tauberbischofsheimerinnen Anja Schache, Carolin Golubytskyi, Katja Wächter und Maria Bartkowski siegten souverän im kleinen Finale gegen die Vertretung Rumäniens mit 42:30.


Für die vier war sogar Silber in Reichweite. Im Halbfinale hielten sie bis zum Ende des Kampfes gegen Russland, immerhin Olympiasieger in Peking, mit und brachten diese an den Rand einer Niederlage. „Leider traf der Kampfrichter einige fragliche Entscheidungen. Die haben den Mädels die Finalteilnahme vermasselt“, berichtet Sven Ressel, Vize-Delegationsleiter.

Doch das verlorene Gefecht gegen Russland machte Wächter, Golubytskyi und Co. noch stärker. „Die Mädchen haben im kleinen Finale gegen Rumänien sensationell gefochten“, bemerkt anschließend Bundestrainer Lajos Somodi. Und er fügt hinzu: „Wir sind einfach nur Happy. Auf diesen Augenblick haben wir hingearbeitet und eich bin froh, dass es mit der Medaille geklappt hat. Die haben sie sich mehr als verdient“. Katja Wächter, wie alle anderen Mädchen noch ein wenig im Freudentaumel und zugleich einer der Match- Winner des Gefechts gegen Rumänien, erläutert: „Die Rumäninnen liegen mir einfach. Es heute alles gepasst. Wir hätten natürlich gern gegen Italien gefochten. Aber das Thema haben wir schon abgehakt“. Carolin Golubytskyi fügt hinzu: „Wir haben heute zu 100 Prozent als Team gearbeitet. Das war sicher einer der Ursachen unseres Erfolgs. Als Mannschaft waren wir heute unschlagbar und hatten eigentlich Silber im Blick. Jetzt bin ich einfach nur fertig. Es wird sicher einige Tage dauern, bis ich verarbeitet habe, was wir erreicht haben“.

Was Golubytskyi sagt, widerspiegelt sich auch in Zahlen. Die Mannschaft marschierte mit deutlichen Siegen gegen Singapur (45:20) und die Ukraine (35:23) in das Halbfinale von Antalya. Erst Russland wurde zum Stolperstein für das Team von Bundestrainer Lajos Somodi. Und jene Partie schweißte die Mannschaft förmlich zusammen. Rumänien hatte nicht den Hauch einer Chance und verlor deutlich 42:30. „Ich bin noch ganz geplättet“, stöhnt auch Anja Schache, Erfahrenste im Team. „Ich bin einfach stolz auf uns. Wir haben echt geil gefochten“, lässt sie ihren Gefühlen freien Lauf. Auch Maria Bartkowski kommt in der Runde kurz nach der Siegerehrung zu Wort: „Die drei haben mir heute keine Chance geboten, mich zu beweisen. Sie waren einfach Klasse“, erklärt sie lächelnd. „Aber ich habe ihnen natürlich die Daumen gedrückt und sie permanent angefeuert“, fügt sie hinzu.

Erwartungsgemäß setzte sich Italien im Finale gegen Russland mit 45:33 durch und löst damit Polen als Weltmeister ab. Die waren in diesem Jahr nicht einmal in der Finalrunde zu finden.

Die vier Tauberbischofsheimerinnen werden in jedem Fall am heutigen Abend mit ihrem Trainer auf den Erfolg anstoßen. Das haben sie sich nun redlich verdient.

Die Platzierungen: Damenflorett: 1. Italien, 2. Russland, 3. Deutschland (Anja Schache, Carolin Golubytskyi, Katja Wächter, Maria Bartkowski), 4. Rumänien, 5. China, 6. Korea, 7. USA, 8. Ukraine

Im Bild: Maria Bartkowski, Anja Schache, Carolin Golubytskyi, Katja Wächter, Lajos Somodi (v.l.n.r.) /Foto: Norman Rembarz

www.fechten.org

 

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