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Säbel-Juniorinnen sorgen für Sensation

Michael Röder

Michael Röder

Das deutsche Damen-Säbel-Team in der Besetzung Alexandra Bujdoso (Koblenz), Lea Scholten (Dormagen), Melis Ercetin (Eislingen) und Eva Munz (Künzelsau) hat am dritten Tag der Junioren-EM im dänischen Odense mit Silber für eine kleine Sensation gesorgt.

"Die Mädels sind heute über sich hinaus gewachsen. Sie haben ohne Respekt gefochten und diese Medaille verdient“, lobte anschließend Nachwuchsbundestrainer Andrej Kuzmin.

Mit Russland wartete auf sie im Viertelfinale das wohl stärkste Team der EM, doch Bujdoso und Co. zeigten genannte Respektlosigkeit und besiegten die Russinnen deutlich mit 45:37. Mit Ungarn folgte der nächste „Hammergegner“. Doch die Vier boten erneut eine riesige Energieleistung und zwangen auch Ungarn mit 45:44 in die „Knie“. Im Finale standen sie abschließend Polen gegenüber. Zwar unterlagen sie ihnen 43:45, doch Kuzmin war nach dem Finalgefecht wohl genauso glücklich, wie seine Schützlinge. „Das war eine starke Mannschaftsleistung. Alex ist ihrer Rolle als Team-Leaderin voll gerecht geworden, Lea Scholten und Melis haben gleich mehrfach nervenstark einen Rückstand wett gemacht. Das war heute Weltklasse“. Und er ergänzt: „Die Mädels haben den anderen, führenden Nationen gezeigt, dass wir wieder da und dran sind“. Rang drei sicherte sich im kleinen Finale die Ukraine, die Ungarn 45:42 besiegten.

Dagegen ärgerte sich nach der Herrenflorett-Entscheidung Nachwuchs-Bundestrainer Artur Wojtyczka ein wenig. „Für uns war die Chance auf Bronze da. Wir haben sie aber leider nicht genutzt“. Damit verweist er vor allem auf die 37:45-Niederlage gegen Ungarn im kleinen Finale. „Ungarn war schlagbar. Leider haben wir im Gefecht den Faden verloren. Zudem fehlte dann die notwendige, taktische Disziplin“, stellt er kritisch fest. Dennoch findet er auch lobende Worte für seine Schützlinge Moritz Kröplin, Andre Sanita (beide Bonn), Martin Bundschuh (Tauberbischofsheim) und Mark Perelmann (Mannheim-Neckarau): „Die Jungs haben gekämpft, sie sind technisch sehr gut drauf. Diese Vorteile müssen wir mehr zu unseren Gunsten nutzen“. Zuvor marschierten Kröplin und Kollegen mit sicheren Siegen gen Finalrunde. Israel unterlag klar 29:45, Weißrussland anschließend 36:45. Gegen Russland mussten sich die Vier im Halbfinale 37:45 geschlagen geben. Italien sicherte sich im abschließenden Finale gegen die Russen nach einem 45:30 den EM-Titel.

Die Platzierungen:
Damensäbel
: 1. Polen, 2. Deutschland (Alexandra Bujdoso, Lea Scholten, Melis Ercetin, Eva Munz Künzelsau), 3. Ukraine, 4. Ungarn, 5. Russland, 6. Italien, 7. Großbritannien, 8. Island

Herrenflorett: 1. Italien, 2. Russland, 3. Ungarn, 4. Deutschland (Moritz Kröplin, Andre Sanita, Martin Bundschuh, Mark Perelmann), 5. Großbritannien, 6. Weißrussland, 7. Dänemark, 8. Polen

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