
Michael Röder
Vier Mal im Achtelfinale, im Trio in der Finalrunde, die deutschen Säbelfechter haben wieder einmal ihre internationale Stärke unter Beweis gestellt. „Leider sind unsere Jungs viel zu früh direkt aufeinander getroffen“, berichtet Nachwuchs-Bundestrainer Olaf Kawald.
So standen sich im Achtelfinale Maximilian Kindler (Eislingen) und Sebastian Schrödter (Dormagen) gegenüber, wobei sich Kindler mit 15:8 durchsetzte. Im Viertelfinale traf Richard Hübers (Dormagen) auf den an Eins gesetzten Teamkollegen Benedikt Wagner (Dormagen). Hübers setzte sich gegen Wagner mit 15:9 durch und hatte somit bereits Bronze sicher. Auch der Österreicher Mathias Willau konnte den Dormagener nicht aufhalten und unterlag 10:15-Sieg. Erst der Ungar Aaron Szilagyi stoppte die Siegesserie von Richard Hübers und siegte im Finale 15:6. „Die Jungs waren Klasse“, lobte anschließend Delegationsleiter Jochen Behr. „Schade, dass sie sich teilweise selbst eliminiert haben. Da wären unter anderen Voraussetzungen mehr Medaillen drin gewesen. Richard Hübers hat wieder ein Mal eine Spitzenleistung abgegeben. Er sollte nun daran anknüpfen“, fügt er hinzu. Mit Silber, den Rängen fünf und sechs, sowie 134 haben die deutschen Säbelfechter erneut unter Beweis gestellt, dass auch im Nachwuchsbereich starke Konkurrenz heran wächst. Knapp an einer Medaille vorbei rauschte in Odense Degenfechterin Cheryl Jahn (Bonn). Während sich die weiteren deutschen Fechterinnen bereist im 32-er Tableau verabschiedeten, arbeitete sich Jahn mit gewohnt guten Leistungen bis in das Viertelfinale der JEM. Dort fand sie in der Russin Eugenia Seregina ihre Bezwingerin. Diese setzte sich gegen Jahn 15:8 durch. Titelträgerin wurde in Odense Rossella Fiamingo (ITA), die Seregina mit 15:9 besiegte. „Cheryl hat eine gute Leistung abgeliefert. Sie hat erneut gezeigt, dass sie ganz vorn mit fechten kann. Auch für sie war die Medaille greifbar“, so Jochen Behr anschließend.
Die Platzierungen: Herrensäbel: 1. Aaron Szilagyi (HUN), 2. Richard Hübers (Dormagen), 3. Maxim Betezatu (RUS), 3. Mathias Willau (AUT), 5. Benedikt Wagner (Dormagen), 6. Maximilian Kindler (Eislingen), 7. Stefano Sbragia (ITA), 8. Riccardo Nuccio (ITA), 13. Sebastian Schrödter (Dormagen),
Damendegen: 1. Rossella Fiamingo (ITA), 2. Eugenia Seregina (RUS), 3. Nelli Paju (EST), 3. Anfisa Pochkalova (UKR), 5. Johanna Bergdahl (SWE), 6. Cheryl Jahn (Bonn), 7. Camilla Batini (ITA), 8. Catharina Kock (FIN), 24. Sofia Stürmer (Waldkirch), 25. Ricarda Multerer (Heidenheim), 32. Sina Dostert (Bonn)
| Foto: | fotolia, Michael Röder |
| Bericht: | Deutscher Fechter-Bund, Olaf Wolf |
| Quelle: | Deutscher Fechter-Bund, Olaf Wolf |
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