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Säbel-Team sorgt für krönenden Abschluss

Michael Röder

Michael Röder

Bereits am Tag der Einzelentscheidungen brillierten die deutschen Säbel-Junioren in Odense. Zwei Tage später packten sie in der Mannschaftsentscheidung noch „eins drauf“.

Richard Hübers, Benedikt Wagner, Sebastian Schrödter (alle Dormagen) und Maximilian Kindler (Eislingen) düpierten nicht nur die anwesende Konkurrenz, sie zeigten ihnen förmlich die Fersen. Polen fegten sie Anfangs mit 45:33 von der Planche, es folgte Russlands Niederlage mit 34:45 im Halbfinale.


Finalgegner Ukraine, die zuvor mit Ungarn und Italien die stärksten Widersacher aus dem Rennen geworfen hatten, wollten nun den Deutschen den Titel streitig machen. Doch für sie blieb es beim Versuch. Hübers, Kindler und Co. bewiesen einmal mehr Weltklasse und setzten sich gegen die Russen mit 45:41 durch. Bis zur Mitte des Gefechts konnte Russland das Gefecht offen halten. Dann zogen die Deutschen eindrucksvoll davon und ließen sich den Sieg nicht mehr nehmen. „Eine grandiose Mannschaftsleistung. Alle haben 100 Prozent gegeben und verdient den Titel geholt. Da sind schon wieder junge Leute, die demnächst den Arrivierten Druck machen werden. So muss es sein“, freute sich anschließend Nachwuchsbundestrainer Olaf Kawald. Die Herrensäbel-Fechter bringen damit nicht nur die zweite Medaille nach Deutschland, sie trugen maßgeblich mit zum dritten Platz in der Nationenwertung bei.

Eine Medaille blieb dagegen den Degenfechterinnen am Abschlusstag verwehrt. Cheryl Jahn, Sina Dostert (beide Bonn), Ricarda Multerer (Heidenheim) und Sophia Stürmer (Waldkirch) gewannen zwar ihr Auftakt-Match gegen Finnland 45:31, verloren jedoch im anschließenden Viertelfinale gegen die Vertretung Russlands 30:39. Was blieb, war ein maximal fünfter Rang. Doch Schweden machte den Deutschen einen Strich durch die Rechnung und siegte 40:34. Gegen Rumänien zogen sich die Degen-Juniorinnen im Abschlussgefecht mit 45:41 achtbar aus der Affäre. Rang sieben hieß es damit für die Vier.

Tags zuvor fochten sich die Mannschaften im Damenflorett und Herrendegen auf die Positionen sieben und fünf. Im Damenflorett unterlagen Stephanie Romanus (Leipzig), Charlotte Krause (Bonn), Inke Nehl (Quernheim), Natasha Gollan (Moers) im Viertelfinale gegen Polen 21:37. Es folgte ein 39:31 gegen die Slovakei und ein abschließendes 37:45 gegen Ungarn. Die Herrendegen-Fechter in der Besetzung Rudolf Haller (Tauberbischofsheim), Nikolaus Bodoczi (Offenbach), Thomas Markovics, (Heidenheim) und Falk Spautz (Solingen) setzten sich zu Beginn gegen Norwegen mit 34:26 durch. Im Achtelfinale kamen sie an Italien nicht vorbei und unterlagen 35:45. Es folgten ein 45:33-Sieg gegen Tschechien, sowie ein ebenso klares 45:31 gegen Schweden im Gefecht um Rang fünf.

Die Platzierungen: Herrensäbel: 1. Deutschland (Richard Hübers, Benedikt Wagner, Sebastian Schrödter, Maximilian Kindler), 2. Ukraine, 3. Italien 4. Russland, 5. Polen, 6. Ungarn, 7. Spanien, 8. Weißrussland

Damendegen: 1. Italien, 2. Estland, 3. Russland, 4. Großbritannien, 5. Ungarn, 6. Schweden, 7. Deutschland (Cheryl Jahn, Sina Dostert, Ricarda Multerer, Sophia Stürmer), 8. Rumänien

Damenflorett: 1. Italien, 2. Russland, 3. Polen, 4. Ukraine, 5. Ungarn, 6. Deutschland (Stephanie Romanus, Charlotte Krause, Inke Nehl, Natasha Gollan), 7. Rumänien, 8. Slovakei

Herrendegen: 1. Ungarn, 2. Israel, 3. Italien, 4. Polen, 5. Deutschland (Rudolf Haller, Nikolaus Bodoczi, Thomas Markovics, Falk Spautz), 6. Schweden, 7. Tschechien, 8. Ukraine

www.fechten.org

 

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