
Michael Röder
Die Leipzigerin Stephanie Romanus siegte im Finale von Schwerin souverän gegen Natascha Gollan (Moers) 15:2. Nur die spätere Gesamt-Achte Svenja Stauch (Tauberbischofsheim) brachte Romanus im Verlaufe der DJM kurzzeitig in Bedrängnis.
Doch die 19-jährige Fechterin vom FC Leipzig, die sich spätestens mit ihrem siebenten Rang bei der JEM in Odense selbst zur Favoritin gekürt hatte, zeigte gegen Stauch ihre ganze Clevernis und siegte zweimal in Folge im Sudden Death gegen die TBB-Fechterin. „Stefanie ist zu Recht die derzeitig beste Florett-Fechterin bei den Juniorinnen in Deutschland“, zollte anschließend auch TBB-Trainer Sven Todt der Leipzigerin seinen Respekt. Todt findet aber auch mahnende Worte: „Wir müssen dennoch den Abstand zur internationalen Konkurrenz schnellstens verkürzen. Nur ganz wenige können da derzeitig mithalten. Jene, die im Finale von Schwerin gefochten haben, beherrschen die nationale Konkurrenz. Das sollten sie auch international unter Beweis stellen“. Romanus selbst zeigte sich ansonsten sicher und souverän, arbeitete sich mit klaren Siegen in Richtung Finale. Nach dem überstandenen Viertelfinalgefecht gegen Svenja Stauch fand Anne Sauer (beide Tauberbischofsheim) im Halbfinale kein Rezept gegen Romanus und unterlag 8:14. Im zweiten Halbfinale setzte sich Natascha Gollan (Moers) gegen die Bonnerin Franziska Schmitz mit 15:9 durch, ehe sie im abschließenden Finale mit Stephanie Romanus ihre Meisterin fand.
Bei den Junioren-Meisterschaften im Herrenflorett sahen die Zuschauer Jena ein rein Tauberbischofsheimer Finalgefecht. Martin Bundschuh, der bei der JEM in Odense mit Rang 13 auf sich aufmerksam machte, bezwang dort seinen Vereinskollegen Markus Hartmann knapp mit 15:13. Ohne Niederlage hatte sich Bundschuh für die Finalrunde qualifiziert, im Viertelfinale Marino Bullinger (Heidenheim/15:5) bezwungen. Es folgte im Halbfinale eines der wohl spannendsten Gefechte zwischen ihm und Andre Sanita (Bonn), dass der Tauberbischofsheim am Ende knapp mit 15:13 für sich entscheiden konnte. Finalgegner Markus Hartmann, der vor drei Jahren von Halle nach TBB wechselte, kassierte zwar im Direktausscheid eine Niederlage gegen Sanita, zeigte dann im Hoffnungslauf keine Schwäche mehr. Niklas Parchatka (Bonn) besiegte er im Viertelfinale 15:14, Mark Perelmann (Mannheim-Neckarau) Halbfinale deutlich mit 15:3. „Wir haben im Herrenflorett einige Konkurrenz, die international mit fechten kann“, bestätigte nach Turnier-Ende Nachwuchsbundestrainer Artur Wojtyczka. „Wichtig ist aber auch“, fügt er hinzu, "das diese aus mehreren Vereinen kommt. Es zeigt uns, dass sich hier einiges tut. Das ist für unsere Waffe sehr wichtig, stehen wir doch in einer Tradition, was Erfolge betrifft“. In den Mannschaftsentscheidungen des zweiten Tages setzte sich im Damenflorett Tauberbischofsheim mit 28:21 gegen Bonn durch, im Herrenflorett siegte Bonn im Finale gegen Tauberbischofsheim klar mit 45:16.
Die Platzierungen: Damenflorett: 1. Stephanie Romanus (Leipzig) 2. Natascha Gollan (Moers) 3. Anne Sauer (Tauberbischofsheim) 3. Franziska Schmitz (Bonn) 5. Charlotte Krause (Bonn/I.) 6. Eva Hampel (Kempten) 7. Svenja Stauch (Tauberbischofsheim) 8. Hannah Fenger (Moers)
Herrenflorett: 1. Martin Bundschuh (Tauberbischofsheim) 2. Markus Hartmann (Tauberbischofsheim) 3. Andre Sanita (Bonn) 3. Mark Perelmann (Mannheim) 5. Moritz Kröplin (Bonn) 6. Frederic Fark (Bonn/I.) 7. Niklas Parchatka (Bonn/I.) 8. Marino Bullinger (Heidenheim)
Mannschaft: Damenflorett: 1. Tauberbischofsheim, 2. Bonn, 3. Weinheim/Mannheim, 4. Moers, 5. Bayern, 6. Thüringen, 7. Sachsen, 8. Essen/Leverkusen
Herrenflorett: 1. Bonn, 2. Tauberbischofsheim, 3. Heidenheim, 4. Moers, 5. Koblenz, 6. Thüringen, 7. Süd-West, 8. Berlin
| Foto: | fotolia, Michael Röder |
| Bericht: | Deutscher Fechter-Bund, Olaf Wolf |
| Quelle: | Deutscher Fechter-Bund, Olaf Wolf |
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