
Michael Röder
Der 18-jährige U-23-Bronzemedaillengewinner von Debrecen unterlag erst im Finalgefecht dem starken Briten Jamie Fitzgerald 14:15. Zuvor hatte sich Kröplin mit beeindruckenden Siegen in die Finalrunde des äußerst stark besetzten Junioren-Weltcup gearbeitet.
Im Viertelfinale setzte er sich souverän gegen Marcus Mepstead (GBR) mit 15:6 durch, im folgenden Halbfinale überrannte er den Italiener Francesco Trani förmlich und siegte klar mit 15:4. Im Finale hatte dann der Brite Fitzgerald das kleine Quäntchen Glück auf seiner Seite und siegte hauchdünn mit 15:14. „Das war eine Super Leistung“, lobte anschließend Nachwuchsbundestrainer Artur Wojtyczka. „Moritz hat äußerst diszipliniert gefochten und seine Gegner klar beherrscht. Im Finale war dann ein wenig die Luft raus und er hat den berühmten Faden verloren. Angesichts des starken Feldes können wir aber sehr mit seiner Leistung zufrieden sein“, fügt er hinzu. Dagegen taten sich die anderen deutschen Vertreter ein wenig schwer. Lediglich Frederic Fark (Bonn) erreichte die Runde der letzten 32. Hier unterlag er dem US-Amerikaner Race Imboden 9:15. Alle anderen deutschen Fechter schieden spätestens im Tableau der letzten 64 aus. Andre Sanita unterlag Roman Kuts (RUS) 13:15, Niklas Parchatka (Bonn) dem späteren Gesamtsieger Fitzgerald 9:15. Martin Bundschuh (Tauberbischofsheim) hatte im rein deutschen Duell gegen Parchatka das Nachsehen und verlor 12:15, Konstantin Ahrends (Mainz) musste sich dem Franzosen Vincent Simon mit 11:15 beugen. Mark Perelmann (Mannheim-Neckarau) zog gegen Roman Djitli (FRA) mit 8:15Benjamin Struth gegen den Russen Sergej Antonov mit 10:15 den Kürzeren. „Das waren schon echte Prüfsteine“, resümiert Wojtyczka. „Wir konnten uns hier einen Überblick über das Niveau der weltbesten Junioren verschaffen. Einige können da mithalten, andere müssen noch einen Zahn zulegen, wenn sie hier bestehen wollen“, erläutert er abschließend.
Platzierungen: 1. Jamie Fitzgerald (GBR), 2. Moritz Kröplin (Bonn), 3. Francesco Trani (ITA), 3. Roman Kuts (RUS), 5. Marcus Mepstead (GBR), 6. Tommaso Lari (ITA), 7. Rhys Melia (GBR), 8. Cedrik Serri (FRA), 29. Frederic Fark (Bonn)
| Foto: | fotolia, Michael Röder |
| Bericht: | Deutscher Fechter-Bund, Olaf Wolf |
| Quelle: | Deutscher Fechter-Bund |
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