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Bis zu 12,33 Millionen sehen Klitschko-Sieg gegen Kevin Johnson bei RTL

mad-max

Köln (ots) - Bis zu 12,33 Millionen Zuschauer haben am Samstagabend die erfolgreiche Titelverteidigung von WBC-Champion Vitali Klitschko gegen seinen amerikanischen Herausforderer Kevin Johnson bei RTL verfolgt. Der Spitzenwert wurde in der 12. und letzten Runde des Kampfes exakt um Mitternacht erzielt, als 58,3 Prozent aller TV-Zuschauer die Entscheidung des Kampfes erleben wollten. Im Durchschnitt sahen 11,16 Millionen den klaren Punktsieg des Ukrainers in der Berner PostFinance Arena, das entspricht einem starken Marktanteil von 47,4 Prozent (14- bis 49-Jährige: 47,7%). Damit war das "Gipfeltreffen" in Bern der meistgesehene Klitschko-Kampf seit dem Sieg von Wladimir Klitschko gegen Lamon Brewster am 7. Juli 2007 in Köln (11,21 Mio.).

Bei seinem dritten WM-Kampf in 2009 war der 38-jährige Klitschko ständig im Vorwärtsmarsch, konnte den überaus defensiv eingestellten Herausforderer allerdings nicht entscheiden treffen. Durch seine Wendigkeit und das ständige Abtauchen bei den Attacken seines Kontrahenten gelang es dem 30-Jährigen mit dem Kampfnamen "Kingpin" nach Timo Hoffmann 2000 als zweitem Gegner überhaupt, gegen Vitali Klitschko über die volle Distanz von 12 Runden zu gehen. "Ich habe nicht gedacht, dass es so schwer war, ihn zu treffen", bekannte der ein wenig enttäuschte Weltmeister, der zuvor 37 Kämpfe vorzeitig gewonnen hatte, auf der anschließenden Pressekonferenz. "Er ist in den Ring gekommen einfach um zu Überleben. Johnson war der unbequemste Gegner in meiner Karriere." Der Amerikaner hatte als Erklärung für seinen passiven bis feigen Stil eine angebliche Verletzung des Ellebogens parat. "Hätte ich meinen Jab weiter schlagen können, wäre der Kampf nach der 6. Runde abgebrochen worden, weil Klitschko seine Augen nicht mehr hätte öffnen können", tönte er vor den zum Teil amüsierten Journalisten, die die verbalen Mätzchen des 30-Jährigen bereits in den Tagen zuvor hatten kennenlernen dürfen. Zwar hatte der "Kingpin" Klitschko in der 4. Runde tatsächlich eine Cut-Verletzung zufügen können, in der Folgezeit aber kein einziges Mal angedeutet, dass er willens war, den WM-Kampf durch offensives Boxen für sich zu entscheiden. "Johnsons einzige Strategie an diesem Abend war die, den Kampf zu überleben", fasste RTL-Experte Luan Krasniqi die unwürdige Vorstellung des Herausforderers zusammen, der einzig durch seine unablässigen Provokationen im Ring auffiel.

"Fortsetzung folgt" - mit dieser Ankündigung versprach Vitali Klitschko für 2010 weitere Kämpfe, ließ aber einen Termin offen. Bruder Wladimir, der die Schwergewichts-Titel der Verbände WBO und IBF hält, wird voraussichtlich am 20. März in den Ring zurückkehren. Gegner könnte dann mit Eddie Chambers ein weiterer US-Amerikaner sein.

 

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