
Michael Röder
Im Damendegen bestätigte Sina Dostert mit Rang sechs erneut ihre derzeitig gute Form. Bereits beim „Preis der Quadratestadt Mannheim“ im Dezember 2009 hatte die 18-jährige mit Rang sechs auf sich aufmerksam gemacht.
Im 64-er Tableau setzte sich Dostert gegen Team-Kollegin Stephanie Suhrbier 15:12 durch, eliminierte anschließend auf dem Weg in die Finalrunde von Budapest Dora Vasas (HUN/15:11) und Julia Bakhareva (RUS) 15:14. Erst im Viertelfinale unterlag Dostert der späteren Dritten Brenda Briasco (ITA) 8:15 und belegte damit Position sechs in der Endabrechnung. „Sina hat sich gut präsentiert und starkes Fechten gezeigt“, lobte anschließend der in Budapest anwesende Fachbereichstrainer Florett, Jochen Behr. Nur Beatrice Brockmann (Berlin) vermochte es noch, in die Phalanx der besten 32 vorzustoßen. Sie unterlag hier der späteren Dostert-Gegenerin Julia Bakhareva hauchdünn 9:10. „Angesichts des äußerst starken Feldes kann man mit den zwei Platzierungen durchaus zufrieden sein. Sie haben sich gut verkauft. Darauf sollten sie aufbauen“, so Behr abschließend.
Auch in „seiner“ Waffe Florett konnte der Tauberbischofsheimer in Budapest einen Finalplatz vermelden. Inke Nehl (Quernheim), musste sich erst im Viertelfinale der Russin Ianna Deriglazova 9:15 geschlagen geben. Zuvor trumpfte Nehl in der ungarischen Hauptstadt stark auf, setzte sich unter anderem gegen die Vizeeuropameisterin von Odense, Olga Rachele Calissi (ITA), im Achtelfinale souverän mit 15:9 durch. In der Runde der letzten 32 stand auch sie in einem rein deutschen Duell der Tauberbischofsheimerin Svenja Stauch gegenüber. 15:6 hieß es am Ende für Nehl. Die deutsche Juniorenmeisterin Stephanie Romanus (Leipzig) musste sich im Achtelfinale der Russin Anastasia Ivanova 9:12 geschlagen geben. Für sie stand am Ende Platz 15 zu Buche, Svenja Stauch belegte Rang 31.
Einen unglücklichen Tag erlebten dagegen die deutschen Florettfechter. Mit Eric Betz (Heidenheim), Markus Hartmann (Tauberbischofsheim) und Moritz Kröplin (Bonn) erreichten nur drei deutsche Vertreter die Runde der letzten 32, schieden dort in den K.O.-Gefechten aus. Für sie blieben am Ende die Plätze 23,25 und 30. „Ich hatte den Eindruck, dass die Jungs ein wenig müde waren. Zudem hat mir insgesamt die taktische Disziplin gefehlt“, kommentierte anschließend Nachwuchsbundestrainer Artur Wojtyczka das Ergebnis.
Knapp an einem Finalplatz vorbei rauschte in Budapest Degenfechter Nicolaus Bodoczi. Der erst 16 Jahre alte, noch bei den Kadetten startende Offenbacher musste sich erst im Achtelfinale dem um zwei Jahre älteren Peer Borsky (SUI) 6:15 beugen. Zuvor zeigte er erneut wenig Respekt und glänzte durch teilweise deutliche Siege gegen die starke Konkurrenz. Rang 10 hieß es am Ende für ihn. Die weiteren deutschen Degenfechter konnten in Budapest keine Akzente setzen.
Die Platzierungen: Damendegen: 1. Courtney Hurley (USA), 2. Johanna Bergdahl (SWE), 3. Rossella Fiamingo (ITA), 3. Brenda Briasco (ITA), 5. Dorina Budai (HUN), 6. Sina Dostert (Bonn), 7. Auriane Mallo (FRA), 8. Edina Antal (HUN), 19. Beatrice Brockmann (Berlin),
Damenflorett: 1. Lee Kiefer (USA), 2. Ianna Deriglazova (RUS), 3. Nzingha Prescod (USA), 3. Margaret Lu (USA), 5. Maria Udrea (ROM), 6. Alice Volpi (ITA), 7. Inke Nehl (Quernheim), 8. Anastasia Ivanova (RUS), 15. Stephanie Romanus (Leipzig), 31. Svenja Stauch (Tauberbischofsheim),
Herrendegen: 1. Barna Bernat (HUN), 2. Szabolcs Bojte (HUN), 3. Mykael Lambert (CAN), 3. Peer Borsky (SUI), 5. Kristian Boyadzhiev (BUL), 6. Anton Adamov (RUS), 7. Maxim Shevchenko (UKR), 8. Richard Pokorny (CZE), 10. Nicolaus Bodoczi (Offenbach),
Herrenflorett: 1. Eduardo Luperi (ITA), 2. Dimitri Komissarov (RUS), 3. Tommaso Lari (ITA), 3. Maciej Wlosek (POL), 5. Timur Arslanov (RUS), 6. Antonin Buquet (FRA), 7. Roman Kuts (RUS), 8. Vincent Simon (FRA), 23. Eric Betz (Heidenheim), 25. Markus Hartmann (Tauberbischofsheim), 30. Moritz Kröplin (Bonn)
| Foto: | fotolia, Michael Röder |
| Bericht: | Deutscher Fechter-Bund, Olaf Wolf |
| Quelle: | Deutscher Fechter-Bund |
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