
Michael Röder
Spannung ist angesagt, werden doch alle Top-Athleten des DFB in der Fechthochburg bei den „Deutschen Samsung-Meisterschaften“ an den Start gehen. Im Damenflorett dürften die Gastgeberinnen aus dem „Taubertal“ voraussichtlich das Rennen machen.
Katja Wächter geht als Titelverteidigerin ins Rennen, zeigt sich aber betont zurück haltend: „Nach überstandener Handverletzung ist es mein erster Wettkampf der neuen Saison. Da muss man schauen, was geht. Aber den Titel will man natürlich mitnehmen“, so die 27-jährige Ex-Leipzigerin vorab. Vereinskollegin Carolin Golubytskyi glänzte bereits mit ihrem ersten Sieg in Mosbach vor gut drei Wochen, mit Anja Schache, die ebenfalls drei Mal den Titel holte, ist ebenfalls zu rechnen. In der Mannschaft werden die drei, gemeinsam mit Maria Bartkowski, als haushohe Favoriten gehandelt. Aber auch Maria Bartkowski (alle Tauberbischofsheim), Roxanne Merkl (Leverkusen) oder Melanie Wolgast (Tauberbischofsheim) werden in Sachen Championat angreifen. „Es geht danach schon in Richtung der ersten Weltcup-Turniere. Damit bietet sich die DM förmlich an, zu schauen, wie gut die Mädchen drauf sind“, informierte vorab Bundestrainer Lajos Somodi. Die Mannschaften aus Leverkusen und Berlin machen sich am zweiten Tag der Entscheidungen sicher ebenfalls Hoffnungen auf einen Podestplatz.
Im Herrenflorett geht in diesem Jahr alles an den Start, was „Rang und Namen“ hat. Olympiasieger Benjamin Kleibrink (Tauberbischofsheim) hat ebenso gemeldet, wie der dreifache Weltmeister, Peter Joppich (Koblenz). Joppich war bereits vier Mal Titelträger, Kleibrink konnte sich bereits zwei Mal in die Siegerliste der Deutschen Meisterschaften eintragen. Für den Titelverteidiger Ralf Bissdorf (Heidenheim) wird es ein schweres Unterfangen, seinen Vorjahreserfolg zu wiederholen. Mit dem EM-Dritten von Plowdiw, Andre Wessels (Bonn), dessen Team-Kollegen Sebastian Bachmann oder Dominik Behr (Tauberbischofsheim), beide immerhin mit Joppich und Kleibrink Vizeweltmeister in der Mannschaft in Antalya, dürfte ebenfalls zu rechnen sein. In der Mannschaftsentscheidung dürfte dann ein „Hauen und Stechen“ auf höchstem Niveau zu erwarten sein, denn die Vertretung aus Bonn wird alles daran setzen, ihren Titel aus dem Vorjahr zu verteidigen. Gastgeber Tauberbischofsheim wird das unter allen Umständen verhindern wollen. Moers und Koblenz wollen hier auch ein Wörtchen mitreden. Der geneigte Zuschauer kann sich also auf spannende Gefechte freuen, wenn sich die Fechtelite in Tauberbischofsheim versammelt.
| Foto: | fotolia, Michael Röder |
| Bericht: | Deutscher Fechter-Bund, Olaf Wolf |
| Quelle: | Deutscher Fechter-Bund |
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