
Michael Röder
Für die 24-jährige Carolin war der Gewinn der DM zugleich der erste Meistertitel in ihrer Karriere, ihr gleichaltriger Vereinskollege Benjamin Kleibrink trug sich mit seinem Sieg zum dritten Mal in die Liste der Titelträger ein. „Ich habe darauf hin gearbeitet und wollte den Titel“, erklärt Carolin Golubytskyi kurz nach ihrem Sieg. „Der Titel hat für mich schon einen besonderen Stellenwert. Es ist einfach wunderbar“, fügt sie hinzu.
Finalgegnerin Anja Schache machte es ihr in einem taktisch geprägten Finale nicht einfach. Erst im Sudden Death konnte Golubytskyi den alles entscheidenden Treffer zu ihren Gunsten setzen. Zuvor hatte sie sich mit klaren Siegen für das Finale qualifiziert, im Halbfinale Team-Kollegin Melanie Wolgast mit 15:4 bezwungen. „Jetzt blicke ich nach vorn. EM und WM sind für mich die absoluten Höhepunkte der Saison und da will ich auch eine Medaille holen“, bemerkt Carolin Golubytskyi abschließend. Finalgegnerin Anja Schache zeigte sich in ebenfalls guter Form in Tauberbischofsheim, erreichte mit deutlichen Siegen die Finalrunde. Dort setzte sie sich zuerst gegen Martina Zacke (Berlin) mit 15:11 durch und eliminierte anschließend Sandra Bingenheimer 15:7. Vorjahressiegerin Katja Wächter war überraschend im Viertelfinale gegen Bingenheimer nach einem 7:15 ausgeschieden. „Es lief heute nicht so gut. Ich habe mich schon ein wenig schwer getan. Jetzt blicke ich nach vorn und bereite mich auf die in Kürze beginnenden Weltcup-Turniere vor“, erklärt sie kurz.
Im Herrenflorett traf Olympiasieger Benjamin Kleibrink mit Christian Schlechtweg auf den Vizemeister des Vorjahres. Der hielt das finale Gefecht lange offen, ehe sich Kleibrink schlussendlich mit 15:12 durchsetzte. „Ich wollte hier gewinnen“, umschreibt Benjamin Kleibrink seine Gemütslage vor dem Turnier. „Aber einen besonderen Druck habe ich nicht gespürt. Ich fahre immer zu einem Turnier mit der Zielstellung, zu gewinnen. So bin ich auch die DM angegangen“, führt er weiter aus. Auch Kleibrink gab sich keine Blöße, siegte im Viertelfinale gegen Johann Gustinelli (Tauberbischofsheim) klar mit 15:5, im folgenden Halbfinale gegen Richard Breutner (Bonn) 15:12. Der Berliner Christian Schlechtweg konnte sich im ersten Finalgefecht gegen Friedrich Barsch (Tauberbischofsheim) mit 15:6 durchsetzen und besiegte im Halbfinale Den EM-Dritten von Plowdiw, Andre Wessels (Bonn) 14:13 im Sudden Death. „Jetzt konzentriere ich mich auf die Weltrangliste, will mich dort wieder ganz nach vorn arbeiten und natürlich visiere ich auch Medaillen bei EM und WM an“, so Kleibrink abschließend.
Der dreifache Weltmeister Peter Joppich (Koblenz) musste aufgrund einer Erkrankung kurzfristig seine Teilnahme absagen, Vorjahresmeister Ralf Bissdorf (Heidenheim) landete diesmal auf Platz sieben.
Die Platzierungen: Damenflorett: 1. Carolin Golubytskyi (Tauberbischofsheim), 2. Anja Schache (Tauberbischofsheim), 3. Melanie Wolgast (Tauberbischofsheim), 3. Sandra Bingenheimer (Tauberbischofsheim), 5. Katja Wächter (Tauberbischofsheim), 6. Roxanne Merkl (Leverkusen), 7. Martina Zacke (Berlin), 8. Larissa Merkl (Leverkusen)
Herrenflorett: 1. Benjamin Kleibrink (Tauberbischofsheim), 2. Christian Schlechtweg (Berlin), 3. Andre Wessels (Bonn), 3. Richard Breutner (Bonn), 5. Johann Gustinelli (Tauberbischofsheim), 6. Dominik Behr (Tauberbischofsheim), 7. Ralf Bissdorf (Heidenheim), 8. Friedrich Barsch (Tauberbischofsheim)
| Foto: | fotolia, Michael Röder |
| Bericht: | Deutscher Fechter-Bund, Olaf Wolf |
| Quelle: | Deutscher Fechter-Bund |
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