
Michael Röder
Im Herrensäbel konnte das deutsche Team mit dem rein deutschen Finale von Benedikt Wagner (Dormagen) und Florian Lehnert (Eislingen) mit einem besonderen Novum aufwarten. „Das war schon eine starke Leistung von beiden“, lobte anschließend der anwesende Säbel-Bundestrainer Vilmos Szabo.
Wagner setzte sich im Finale gegen den Eislinger klar mit 15:3 durch und eroberte damit die Führung in der Junioren-Weltrangliste. „Jetzt haben wir bei den Aktiven mit Nicolas Limbach und bei den Junioren den Spitzenplatz inne. So kann es auf jeden Fall weiter gehen“, freute sich Szabo. Benedikt Wagners Trainer Dan Costache ging mit dem Dormagener nach der durchwachsenen Vorrunde mit nur drei Siegen bei drei Niederlagen gewissermaßen in Klausur. „Danach war Benedikt wie ausgewechselt. So etwas Souveränes siehst du nicht alle Tage“, berichtet Vilmos Szabo. Klare Siege, nur einmal ein 15:13 gegen Evan Prochniak (USA) im Achtelfinale, standen für Wagner dann auf dem Ergebnis-Tableau. Im Viertelfinale siegte er gegen den Italiener Stefano Scepi 15:7, im Halbfinale machte er gegen dessen Landsmann Riccardo Nuccio mit 15:5 „kurzen Prozess“. Ähnlich klar war auch die Bilanz von Finalgegner Florian Lehnert. Mit deutlichen Siegen qualifizierte er sich für die Finalrunde, setzte sich im rein deutschen Viertelfinale gegen Matyas Szabo mit 15:12 durch. Im Halbfinale konnte ihn auch der Russe Trofim Veliky nicht stoppen und unterlag 12:15 gegen den Eislinger. Matyas Szabo (Dormagen) bestätigte mit Rang acht die Dominanz der deutschen Säbelfechter in Künzelsau eindrucksvoll.
Im Damensäbel rauschte Alexandra Bujdoso (Koblenz) nur knapp an ihrem dritten Weltcup-Sieg bei den Juniorinnen vorbei. Erst im Finale musste sich die 19-jährige der Russin Dina Galiakbarova mit einem hauchdünnen 14:15 geschlagen geben. „Das war Pech. Eigentlich hätte sie den Sieg verdient gehabt. Alex hat Klasse gefochten“, äußerte anschließend ihr Trainer und Vater Imre Bujdoso. Ohne Mühe qualifizierte sich Alexandra für die Runde der letzten acht, fegte dort Sandra Marcos (ESP) mit 15:5 förmlich von der Bahn. Im Halbfinale siegte sie gegen Alexandra Shatalova (RUS) klar mit 15:10, ehe sie im Finale Dina Galiakbarova unterlag. „Wichtig war, die Weltranglisten Führung zu verteidigen und zu stabilisieren. Das ist Alex gelungen. Jetzt konzentrieren wir uns auf die Junioren-WM in Baku. Dort will Alex natürlich auch nach einer Medaille greifen“, fügt Imre Bujdoso hinzu. Lea Scholten (Dormagen) stand ihrer Nationalmannschaftskollegin in nichts nach und marschierte ebenfalls zielstrebig in die Finalrunde von Künzelsau. Im Viertelfinale setzte sie sich gegen Alina Komashuk (UKR) mit 15:13 durch, ehe sie im Halbfinale von der späteren Siegerin Galiakbarova mit 5:15 ausgebremst wurde. „Meine Anerkennung für Lea. Sie hat gekämpft und sich den dritten Platz erarbeitet. Sie sollte so weiter machen“, lobte anschließend der anwesende Herrensäbel-Bundestrainer Vilmos Szabo.
Platzierungen:
Herrensäbel: 1. Benedikt Wagner (Dormagen), 2. Florian Lehnert (Eislingen), 3. Trofim Veliky (RUS), 3. Riccardo Nuccio (ITA), 5. Alexander Ochocki (RUS), 6. Stefano Scepi (ITA), 7. Baptiste Gans (FRA), 8. Matyas Szabo (Dormagen), 13. Maximilian Kindler Eislingen),
Damensäbel: 1. Dina Galiakbarova (RUS), 2. Alexandra Bujdoso (Koblenz), 3. Lea Scholten (Dormagen), 3. Alexandra Shatalova (RUS), 5. Sandra Marcos (ESP), 6. Anna Illarionova (RUS), 7. Alina Komashuk (UKR), 8. Marion Stoltz (FRA), 19. Ann-Sophie Kindler (Eislingen)
| Foto: | fotolia, Michael Röder |
| Bericht: | Deutscher Fechter-Bund, Olaf Wolf |
| Quelle: | Deutscher Fechter-Bund |
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