
Michael Röder
Mit Monika Sozanska (Heidenheim), Britta Heidemann (Leverkusen), Imke Duplitzer (Bonn) und Ricarda Multerer (Heidenheim) erreichten gleich vier deutsche Fechterinnen beim „Westend-Cup“, Weltcup-Auftakt und erstes Turnier nach den Weltmeisterschaften in Antalya, die Finalrunde der besten Acht.
„Das war stark, was die Mädels gleich beim Saisoneinstieg hingelegt haben“, freute sich anschließend Bundestrainer Piotr Sozanski. Dessen Tochter Monika lieferte in der ungarischen Hauptstadt das Glanzstück des Tages ab und arbeitete sich mit teils deutlichen Siegen in die Finalrunde des stark besetzten Turniers. Dort setzte sie sich im Viertelfinale gegen ihre Nationalmannschafts-Kollegin Imke Duplitzer mit 15:12 durch. Anschließend bezwang sie in einem spannenden Gefecht Olympiasiegerin Britta Heidemann 15:14. Erst die Französin Maureen Nisima, Olympia-Dritte von Athen 2004, vermochte es, die Siegesserie der Heidenheimerin zu unterbrechen und gewann im abschließenden Finale 6:5 im Sudden Death. „Monika hat heute erneut einen ausgezeichneten Eindruck hinterlassen. Sie hat nie ihre taktische Linie verlassen und verdient das Finale erreicht. Das Nisima den letzten Treffer setzt, war halt ein wenig Pech“, so Sozanski weiter.
Auch für seine anderen Schützlinge findet er lobende Worte. „Die Mädchen machen dort weiter, wo sie letzte Saison aufgehört haben. Britta hat in ihrem ersten Wettkampf nach der WM sofort signalisiert, dass sie ganz vorn hin gehört, Imke hat sich ein weiteres Mal in ausgezeichneter Verfassung präsentiert. So kann es natürlich weitergehen“, fügt der Bundestrainer hinzu. Britta Heidemann eliminierte im Viertelfinale die starke Französin Hajnalka Kiraly Picot 15:10, ehe sie anschließend Sozanska unterlag. Imke Duplitzer setzte sich u.a. im Achtelfinale gegen Dauerkonkurrentin Tatjana Logounova (RUS) klar mit 15:7 durch.
Zu den Überraschungen aus deutscher Sicht gehörte in Budapest zweifelsohne Degen-Juniorin Ricarda Multerer, die ohne Respekt in Richtung Finalrunde marschierte. Bereits in der Runde der letzten 32 schaltete sie die Vizeweltmeisterin von Antalya, Sherraine Schalm (CAN), mit 15:11 aus und setzte sich anschließend gegen Corinna Lawrence (GBR) mit 9:6 durch. Multerer unterlag erst im Viertelfinale gegen die spätere Siegerin aus Frankreich 9:15. „Das war Klasse. Ricarda hat frech und ohne Respekt agiert. Sie war ebenfalls taktisch gut eingestellt und hat ihre derzeitig hervorragende Form ein weiteres Mal unter Beweis gestellt. Ich bin mit dem heutigen Abschneiden natürlich zufrieden und hoffe, dass wir in der Mannschaft ein ähnlich gutes Gesamtergebnis abliefern können“, so Sozanska abschließend. Marijana Markovic (Leverkusen) auf Rang 18 und Cheryl Jahn auf Position 50 rundeten das erfolgreiche Abschneiden der deutschen Degenfechterinnen ab.
Am zweiten Tag des Grand-Prix werden am morgigen Sonntag Britta Heidemann, Imke Duplitzer, Monika Sozanska und Marijana Markovic um Punkte im Mannschafts-Weltcup kämpfen.
Platzierungen: 1. Maureen Nisima (FRA), 2. Monika Sozanska (Heidenheim), 3. Violetta Kolobova (RUS), 3. Britta Heidemann (Leverkusen), 5. Hajnalka Kiraly Picot (FRA), 6. Imke Duplitzer (Bonn), 7. Anca Maroiu (ROM), 8. Ricarda Multerer (Heidenheim), 19. Marijana Markovic (Leverkusen), 50. Cheryl Jahn (Bonn)
| Foto: | fotolia, Michael Röder |
| Bericht: | Deutscher Fechter-Bund, Olaf Wolf |
| Quelle: | Deutscher Fechter-Bund |
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