
Michael Röder
Der 31-jährige Tauberbischofsheimer bezwang im Finale den Russen Alexej Tikhomirov klar mit 15:11. „Das war Weltklasse“, freute sich anschließend Bundestrainer Didier Ollagnon über die Leistung seines Schützlings. Fiedler, in Doha an Nummer vier gesetzt, „wackelte“ nur einmal im 32-er Tableau gegen den Koreaner Park Kyoung Doo, besann sich jedoch schnell seiner taktischen und technischen Fertigkeiten und besiegte Doo 10:9.
Von da ab ließ der einstige Leipziger nichts mehr anbrennen. Max Heinzer (SUI) musste sich im Achtelfinale 11:15 geschlagen geben, Ruben Limardo (VEN) unterlag gegen den Mannschafts-Olympia-Dritten von Athen 13:15. Halbfinalgegner Sergej Khodos (RUS) kam gegen Jörg Fiedler gar mit 8:15 unter die Räder. „Jörg hat seine taktischen und technischen Stärken heute zu 100 Prozent umgesetzt. Er hat erneut bewiesen, dass er zu den weltbesten Degenfechtern gehört. So sollte es weiter gehen“, erklärt Ollagnon erfreut nach dem Finale.
Mit seinem Sieg in Doha greift Jörg Fiedler inzwischen nach der Weltranglisten-Führung. Nur noch wenige Punkte trennen ihn vom Gesamt-Ersten Gauthier Grumier (FRA) und dem Ranglisten-Zweiten, Alfredo Rota (ITA). Beide patzten zudem in Doha, erreichten dort nur die Ränge 17 und 32.
Auch Europameister Sven Schmid (Tauberbischofsheim) musste in Doha Federn lassen. Der Team-Kollege von Jörg Fiedler unterlag bereits im 32-er Tableau Enrico Garozzo (ITA) 12:15 und belegte Rang 18 im Gesamtklassement.
Dagegen konnte sich der Leverkusener Christoph Kneip in Doha erfolgreich in Szene setzen. Der 30-jährige Degenspezialist warf bereits im Auftaktgefecht Olympiasieger Matteo Tagliariol (ITA) mit 12:11 aus dem Rennen. Anschließend behielt er gegen Li Guojie (CHN/13:12) die Oberhand und zog nach einem 15:13 gegen Igor Tourchine (RUS) als zweiter Deutscher in die Finalrunde der besten Acht ein. Erst dort musste er sich dem Italiener Paolo Pizzo 12:15 geschlagen geben. „Christoph hat sich in jedem Fall gesteigert. Der achte Rang in Doha sollte ihm Selbstvertrauen für die nächsten Aufgaben geben“, äußerte Bundestrainer Ollagnon anerkennend.
Steffen Launer (Böblingen) belegte in Doha Rang 40, Tran Te-Mao (Tauberbischofsheim) erreichte Platz 51 beim stark besetzten Grand-Prix.
Platzierungen: 1. Jörg Fiedler (Tauberbischofsheim), 2. Alexej Tikhomirov (RUS) 3. Sergej Khodos (RUS), 3. Paolo Pizzo (ITA), 5. Jose Luis Abajo (ESP), 6. Ruben Limardo (VEN), 7. Bas Verwijlen (NED), 8. Christoph Kneip (Leverkusen), 18. Sven Schmid (Tauberbischofsheim), 40. Steffen Launer (Böblingen), 51. Tran Te-Mao (Tauberbischofsheim)
| Foto: | fotolia, Michael Röder |
| Bericht: | Deutscher Fechter-Bund, Olaf Wolf |
| Quelle: | Deutscher Fechter-Bund |
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