
Michael Röder
Das deutsche Herrenflorett-Team hat beim Mannschafts-Weltcup "Challange Rommel" in Paris Rang Acht belegt.
Peter Joppich (Koblenz), Andre Wessels, Sebastian Bachmann (beide Bonn) und Dominik Behr (Tauberbischofsheim) starteten im Feld der 18 Nationen mit einem 31:21-Auftaktsieg gegen Canada, mussten im Viertelfinale jedoch eine 42:45-Niederlage gegen Japan hinnehmen. „Leider hat sich Dominik Behr im Gefecht gegen Canada am Fuß verletzt und konnte nicht weiter fechten“, berichtet Bundestrainer Uli Schreck.
„Und natürlich hat mit Benny Kleibrink ein weiterer Leistungsträger gefehlt“, fügt er hinzu. Auch im Kampf um den maximal möglichen fünften Rang blieb dem deutschen Quartett das Glück versagt. Gegen die USA unterlagen Joppich und Co. 42:45, gegen China verlor man im abschließenden Gefecht hauchdünn mit 44:45. „Der achte Rang ist jedoch kein Problem für uns. Wichtig ist, dass wir zu den Höhepunkten Top fit sind und in Bestbesetzung starten. Die Jungs haben oft genug bewiesen, dass das auch so passiert. Insofern kann man die Platzierung von Paris verschmerzen. Wir haken das ab und blicken nach vorn“, bemerkt Schreck abschließend.
Sieger des „Challenge Rommel“ in Paris wurde Russland, die im Finale Weltmeister Italien mit 45:40 besiegten. Rang drei ging an Japan, die sich im kleinen Finale gegen Polen mit 45:44 durchsetzten.
Dagegen enttäuschte die Herrendegen-Mannschaft beim Mannschafts-Weltcup in Legnano (ITA). Sven Schmid (Tauberbischofsheim), Christoph Kneip (Leverkusen) und Steffen Launer (Böblingen) unterlagen bereits im Achtelfinale gegen Spanien 37:45. „Leider konnte ich Jörg Fiedler aufgrund eines Infekts nicht einsetzen. Sein Fehlen als Leistungsträger hat sich sofort bemerkbar gemacht“, ärgerte sich anschließend Bundestrainer Didier Ollagnon (Tauberbischofsheim). Während sich Ungarn im Finale gegen China mit 42:31 behauptete, konnte sich das deutsche Team im Kampf um Weltranglisten-Punkte nicht wirklich durchsetzen. Zwar siegte das Trio gegen Portugal 32:30, unterlag jedoch anschließend den USA 29:34. Gegen Russland gab es im abschließenden Gefecht um Rang 11 eine derbe 25:45-Niederlage. „Mit Jörg und Sven, der seine Sache hier noch recht gut gemacht hat, sind wir international konkurrenzfähig. Doch wenn einer der beiden ausfällt, fehlt uns mindestens ein adäquater Fechter auf gleichem Niveau. Daran müssen wir unbedingt arbeiten“, bemerkt Ollagnon abschließend.
Mit Rang 12 von insgesamt 24 teilnehmenden Teams waren die Deutschen in Legnano damit nur im Mittelfeld wieder zu finden.
Platzierungen: Herrenflorett: 1. Russland, 2. Italien, 3. Japan, 4. Polen, 5. Frankreich, 6. USA, 7. China, 8. Deutschland,
Herrendegen: 1. Ungarn, 2. China, 3. Polen, 4. Korea, 5. Frankreich, 6. Spanien, 7. Italien, 8. Ukraine, 12. Deutschland
| Foto: | fotolia, Michael Röder |
| Bericht: | Deutscher Fechter-Bund, Olaf Wolf |
| Quelle: | Deutscher Fechter-Bund |
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