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Außenseiterin siegt in Tauberbischofsheim

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Nicht nur die deutschen Favoritinnen sind beim Damendegen-Weltcup um den „Würth-Cup“ in Tauberbischofsheim vor dem Finale „gestrauchelt“, während eine Außenseiterin jubeln konnte.

Neben Olympiasiegerin Britta Heidemann (Leverkusen) erwischte es bereits im 32-er Tableau Monika Sozanska (Heidenheim) und Marijana Markovic (Leverkusen) in der gleichen Runde des Traditionsturniers.

Britta Heidemann, aktuelle Weltranglisten-Gesamt-Führende unterlag im Sudden Death der Russin Eugenia Stroganova 14:15. Marijana Markovic musste sich der Ungarin Emese Szasz 9:15 beugen, Monika Sozanska verlor ihr Gefecht gegen die spätere Gesamt-Dritte Nathalie Alibert (FRA) 11:12. Lediglich Imke Duplitzer stieß bis in das Achtelfinale vor, wurde jedoch hier von der Italienerin Bianca del Carretto mit 15:8 bezwungen.

Doch nicht nur die deutschen Degenfechterinnen erwischte das frühe Aus. Die Olympia-Zweite von Athen, Laura Flessel-Colovic (FRA), schied ebenso vorzeitig, wie die WM-Dritte von Turin, Emese Szasz (HUN) aus. Damit fand die Finalrunde des mit 133 Fechterinnen aus mehr als 20 Nationen ohne die Top drei der aktuellen Weltrangliste statt. „Natürlich hatte ich mir gern eine deutsche Fechterin im Finale gewünscht. Doch es sollte heute nicht sein“, äußerte sich anschließend Bundestrainer Piotr Sozanski. Ein Grund für das vorzeitige Ausscheiden sieht der Heidenheimer in der engen Terminplanung. „In so kurzer Zeit sechs Turniere zu fechten, geht natürlich an die Substanz. Das gilt nicht nur für unsere Athletinnen. Na klar haben wir Britta weiter vorn erwartet, zumal sie in der Vergangenheit enge Gefechte für sich entscheiden konnte. Doch das klappt eben nicht immer“.

Den Sieg in Tauberbischofsheim sicherte sich Außenseiterin Emese Takacs (HUN) durch einen 7:6-Sieg im Sudden Death gegen die Weltranglisten-Vierte, Tatjana Logounova (RUS). Zuvor hatte die 32-jährige im Viertelfinale Tatjana Andrushina (RUS) mit 15:5 bezwungen und sich anschließend gegen Nathalie Alibert (FRA) mit 15:8 durchgesetzt.

Positiv aufgefallen beim „Würth-Cup“ sind in jedem Fall einige der jungen Fechterinnen. Beatrice Brockmann (Berlin) focht sich beherzt bis in das 32-er Tableau, die ebenfalls jungen Julia Kirschen (Berlin), Jana-Charlotte Göhner (Osnabrück) und Sabrina Stahlberg (Offenbach) verpassten das 32-er Tableau nur um Haaresbreite. „Jetzt heißt es erst einmal Kraft tanken. Wir werden in der kommenden Woche die Gefechte von Tauberbischofsheim analysieren und uns dann zielgerichtet auf den Grand Prix in Lobnya in 14 Tagen vorbereiten. Dort wird es sicher wieder anders aussehen“, so Sozanski abschließend.

Die Platzierungen: 1. Emese Takacs (HUN), 2. Tatjana Logounova (RUS), 3. Nathalie Alibert (FRA), 3. Timea Nagy (HUN), 5. Bianca del Carretto (ITA), 6. Francesca Quondamcarlo (ITA), 7. Tatjana Andrushina (RUS), 8. Isabell Pegliasco (FRA), 11. Imke Duplitzer (Bonn), 17. Britta Heidemann (Leverkusen), 18. Monika Sozanska (Heidenheim), 25. Marijana Markovic (Leverkusen), 30. Beatrice Brockmann (Berlin), 38. Julia Kirschen (Berlin), 43. Beate Christmann (Tauberbischofsheim), 54. Sabrina Stahlberg (Offenbach), 57. Jana-Charlotte Göhner (Osnabrück), 62. Elke Birthelmer (Tauberbischofsheim)

www.fechten.org

 

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