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3. Rheingold-Taikai – Kyudo-Freundschaftsturnier in Erkrath

Christoph Wallrafen

Christoph Wallrafen

Zum dritten Mal lädt am Sonntag, den 21. März, der Kyudoverein Neandertal zum Rheingoldtaikai ein. In der Sporthalle des Gymnasiums am Neandertal (Heinrichstraße 12, Alt-Erkrath) treffen sich wieder Kyudoka aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland zum freundschaftlichen Wettkampf.

Nach der Eröffnung um 10:00 Uhr beginnt der Wettstreit der besten Mannschaften. Teams aus jeweils drei Schützen müssen ihre Treffsicherheit unter Beweis stellen. Eine Besonderheit dieses Turniers sind die drei unterschiedlich großen Zielscheiben: neben dem Standardmato von 36 cm Durchmesser hat jede Mannschaft noch ein Ziel mit 30 cm und 24 cm Durchmesser zur Verfügung. Dabei ist es den Schützen selbst überlassen zu entscheiden, ob jeder auf jede Größe schießt oder die Trefferchancen erhöht werden, indem der sicherste Schütze auf das kleinste Ziel schießt. Die traditionelle Schussdistanz beträgt 28 m. Das Ziel (jap. Mato) besteht aus einem mit Papier bespannten Holzring von 36 cm Durchmesser. Innerhalb dieser Fläche zählt jeder Treffer gleich, nur bei Zweikämpfen und Stechen entscheidet bei gleicher Trefferzahl die Nähe zum Zentrum.

Beim Einzel hat jeder Schütze in der Vorrunde vier Pfeile, die sechzehn mit den meisten Treffern ermitteln in Zweikämpfen im K.O.-System die Teilnehmer der Finalrunden.

Bisher sind die Wanderpokale, die großen Goldklumpen aus dem Rhein, – 2009 wurde nach der Mannschaftstrophäe zum ersten Mal auch eine Trophäe für den besten Einzelschützen vergeben – beim Kyudoverein Neandertal geblieben. Auch wenn die Neandertaler natürlich gute Gastgeber sein wollen, werden sie sich bei der Vergabe der Wanderpokale anstrengen, ihren Gästen nicht den Vortritt zu lassen und damit die Tradition des Turniers fortzuführen.

Zuschauer sind herzlich willkommen, in den Schießpausen ist für Getränke und Essen gesorgt, und es besteht die Möglichkeit, sich über die Kunst des japanischen Bogenschießens zu informieren.


Kyudo – der „Weg des Bogens“ – ist die über fünfhundert Jahre alte Kunst des Bogenschießens, die auf die Schießtechnik der japanischen Krieger (Samurai) zurückgeht. Seitdem im 16. Jahrhundert der Bogen seine Bedeutung als Kriegswaffe an die europäischen Feuerwaffen verloren hat, wurde das Bogenschießen dennoch in Japan weiter als Kunst zur Schulung der Konzentration und geistige Übung betrieben. Viele Merkmale, wie beispielsweise die Kleidung und die Bewegungsabläufe, lassen sich noch auf die Traditionen der japanischen Kriegerkaste zurückführen.

Kyudo erfordert eine grundsätzlich andere Technik als das westliche Bogenschießen. Der einzigartig lange asymmetrische Bogen muss über den Kopf gehoben werden, um ihn mit der gesamten Arm- und Rumpfmuskulatur spannen zu können

www.kyudo-neandertal.de

 

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