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Eine Medaille hatten die deutschen Florettfechter am letzten Tag der Junioren-WM sicher ins Auge gefasst. Das es nur Rang vier wurde, ist jedoch keinesfalls als Niederlage zu werten.
„Wir hatten leider mit gleich zwei Handicaps zu kämpfen“, berichtet Nachwuchs-Bundestrainer Artur Wojtyczka. „Zum einen konnten wir Martin Bundschuh wegen eines Infekts nicht einsetzen, zum Zweiten waren die Kampfrichter, speziell im kleinen Finale, nicht wirklich gut mit uns gesinnt“, fügt er hinzu.
Was die deutschen Florettfechter Moritz Kröplin, Andre Sanita und Frederik Fark (alle Bonn) auszeichnete, war aber in jedem Fall ihr Kampfgeist. Zwei Mal „drehten“ sie in letzter Minute einen Kampf zu ihren Gunsten. Im Auftaktgefecht gegen die Niederlage glich Andre Sanita einen 31:35-Rückstand in ein 39:39 aus, machte Moritz Kröplin mit 45:44 den „Sack“ zu. Ähnlich die Situation auch im Viertelfinale. Nach anfänglichem Rückstand gegen Dänemark, steigerte sich das Trio und siegte knapp aber verdient mit 45:43. Damit war eine Medaille zumindest in Reichweite. Halbfinalgegner USA zeigte den Deutschen (zumindest heute) seine Grenzen auf. 45:28 wurde das Team von Wojtyczka besiegt. Im abschließenden Gefecht um Rang drei gegen Frankreich rannten sie von Beginn an einem Rückstand hinterher, den sie bis zum Schluss nicht mehr aufholen konnten. 45:36 hieß es am Ende zugunsten der Franzosen. „Leider waren einige Kampfrichterentscheidungen mehr als fragwürdig. Aber unter den Umständen, hinzu kam, dass auch Moritz Kröplin angeschlagen war, bin ich mit dem vierten Platz zufrieden. Die Jungs haben sich ordentlich verkauft und nie aufgegeben. Das verdient Respekt“, so Wojtyczka abschließend.
Den Mannschaftstitel im Herrenflorett der Junioren aus insgesamt 24 Mannschaften sicherte sich im abschließenden Gefecht die USA durch einen 45:35-Sieg gegen Italien.
Dagegen hatte das Damensäbel-Team nur einen kurzen Auftritt. Anja Musch, Eva Munz (beide Künzelsau), Lea Scholten (Dormagen) und Lisa Freudenberger (Tauberbischofsheim) verloren gleich ihr Auftaktgefecht gegen Korea 40:45. Für sie blieb lediglich ein ernüchterter Rang 11 von 17 teilnehmenden Nationen.
Titelträger wurde hier die Ukraine, die sich im Finale gegen Polen mit 45:31 durchsetzte. Rang drei ging an Italien.
„Eine Bank waren wieder einmal die Säbelfechter“, lautete das erste Resümee von Delegationsleiter Walter Steegmüller. „Sowohl im Einzel, als auch in der Mannschaft konnten wir uns auf sie verlassen. Herrendegen zählt aufgrund der Tatsache, dass zum Teil Kadetten starteten, ebenfalls zu den erwähnenswerten Waffen. Auch im Herrenflorett mischen wir ganz gut mit. Nicht zufrieden sein können wir dagegen mit den Damendisziplinen. Hier müssen wir insgesamt Gas geben, wenn wir den Anschluss nicht verpassen wollen. Nicht zu vergessen ist aber das gute Abschneiden bei den Kadetten mit zwei Mal Gold, mehreren Finalplatzierungen und dem Gewinn der Nationen-Wertung. Das weckt einige Hoffnungen für die Zukunft“, fügt er abschließend hinzu.
Die Platzierungen: Herrenflorett: 1. USA, 2. Italien, 3. Frankreich, 4. Deutschland, 5. Großbritannien, 6. Russland, 7. Ungarn, 8. Dänemark Damensäbel: 1. Ukraine, 2. Polen, 3. Italien, 4. Tunesien, 5. Russland, 6. Ungarn, 7. Korea, 8. Spanien, 11. Deutschland
| Foto: | © pixelio_Paul_Georg_Meister / PIXELIO, www.pixelio.de |
| Bericht: | Deutscher Fechter-Bund, Olaf Wolf |
| Quelle: | Deutscher Fechter-Bund |
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