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„Ich wollte unbedingt in’s Finale“. Florettfechter Johann Gustinelli (Tauberbischofsheim) hatte sich einiges für die U23-EM in Danzig (POL) vorgenommen.
Dieses Ziel und zugleich Bronze verwirklichte sich der 22-jährige am heutigen ersten Turniertag der U23-Europameisterschaften. Auf dem Weg in die angestrebte Finalrunde lieferte Johann Gustinelli deutliche Siege ab.
Nach makelloser Vorrunde an Nummer Zwei gesetzt, gewann er alle seine Gefechte mit mindestens fünf Treffern Vorsprung. Im Viertelfinale überrannte er förmlich den Franzosen Vincent Simon und beendete mit einem überragenden 15:4 dessen Medaillenambitionen. Erst der spätere U23-Europameister Giorgio Avola vermochte es, den Siegeslauf des Tauberbischofsheimer zu stoppen. Der Italiener setzte sich nach spannendem und lange offenem Gefecht am Ende mit 15:10 durch. „Ich bin natürlich glücklich über Bronze. Vor meiner Abreise hatte ich mir vorgenommen, meine Platzierung von Monza von vor zwei Jahren zu Toppen. Damals bin ich Siebenter geworden. Heute bin ich locker und ohne Druck in den Wettkampf gegangen, wollte zeigen, was ich kann. Das ist mir gut gelungen. Ich wusste, heute geht was“, berichtet Johann Gustinelli anschließend freudestrahlend über seinen Turniertag. Delegationsleiter und Florett-Fachbereichstrainer Jochen Behr fügt hinzu. "Johann hat sein taktisches Können und seine mentale Stärke nahezu perfekt umsetzen können. Auch insgesamt ist er taktisch reifer geworden, hat ein Näschen für den entscheidenden Treffer. Der Erfolg sollte im Auftrieb geben, nach vorn zu blicken“, so Behr.
Die drei weiteren deutschen Vertreter unterlagen allesamt im Tableau der letzten 32. Marius Braun (Bonn) verlor hauchdünn gegen den Tschechen Alexander Choupenitch 14:15, Friedrich Barsch (Tauberbischofsheim) musste sich Matteo Iaconis (ITA) 12:15 beugen, Alexander Gsching (Heidenheim) unterlag dem Franzosen Benoit Journet 3:15. „Für Friedrich Barsch“, so Jochen Behr, „geht das Ergebnis in Ordnung. Schade war die Niederlage von Marius, dem einiges zuzutrauen war. Doch der Tscheche hat am Ende eben den entscheidenden Treffer gesetzt. Das Ergebnis wir Marius aber nicht umhauen, ihn eher stärker machen. Alexander hatte seinen ersten Auftritt in diesem Segment. Er hat sich gut verkauft und hatte einen sehr starken Gegner“, so Jochen Behr über die weiteren deutschen Fechter.
Der Italiener Giorgio Avola setzte sich im finalen Gefecht gegen seinen Landsmann Allesio Foconi mit 15:8 durch und sicherte sich damit den Titel des U23-Europameisters im Herrenflorett.
Platzierungen: 1. Giorgio Avola (ITA), 2. Allesio Foconi (ITA), 3. Artur Akhmatkhuzin (RUS), 3. Johann Gustinelli (Tauberbischofsheim), 5. Dimitri Zherebchenko (RUS), 6. Carlos LLavador (ESP), 7. Jean-Paul Toni Helissey (FRA), 8. Vincent Simon (FRA), 18. Marius Braun (Bonn), 24. Friedrich Barsch (Tauberbischofsheim), 25. Alexander Gsching (Heidenheim)
| Foto: | © pixelio_peter_herlitze / PIXELIO, www.pixelio.de |
| Bericht: | Deutscher Fechter-Bund, Olaf Wolf |
| Quelle: | Deutscher Fechter-Bund |
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