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Am letzten Tag der U23-EM in Danzig durfte die deutsche Delegation nochmals eine Medaille bejubeln.
Benedikt Wagner (Dormagen) sorgte mit Bronze im Herrensäbel für das zweite Edelmetall und zugleich einen versöhnlichen Abschluss in der polnischen Hafenstadt. „Auf die Säbler ist einfach Verlass, sie sind eine sichere Bank für unseren Verband“, lobte anschließend Delegationsleiter Jochen Behr.
Benedikt Wagner rundete mit seinem Podestplatz eine bisher außergewöhnlich erfolgreiche Saison ab. Junioren-Mannschaftsweltmeister in Baku, Deutscher Mannschaftsmeister bei den Aktiven, zudem amtierender Junioren—Einzel-Meister. Der 19-jährige hat eine bisher brillante Saison hingelegt.
In Danzig ging Wagner gewohnt zielstrebig ins Rennen. Ohne Vorrunden-Niederlage und mit klaren Siegen qualifizierte er sich für die Finalrunde der U23-EM. Dort bezwang er den Italiener Luigi Angelo Miracco klar mit 15:8. Im Halbfinale fand er dann aber seinen Bezwinger. Sergei Ershov (RUS) konnte sich im Kampf um das finale Gefecht gegen den Dormagener mit 15:11 durchsetzen. „Wir können mit seiner Leistung sehr zufrieden sein. Benedikt hat wieder einmal unter Beweis gestellt, dass ganz vorn mitmischen kann. Wir werden an ihm noch viel Freude haben“, so Jochen Behr weiter.
Etwas unglücklich lief es dagegen für die anderen deutschen Säbel-Spezialisten. Marlon Hirzmann (Alsfeld) schied nach einer 11:15-Niederlage im 32-Tableau vorzeitig aus. Ebenso erwischte es Max Hartung (Dormagen), der nur hauchdünn mit 14:15 dem Ungarn Bence Gemesi unterlag. Der Jüngste im deutschen Säbel-Team, Matyas Szabo (Dormagen), schied nach einer durchwachsenen Vorrunde bereits vor den K.O.-Gefechten aus. Den Titel sicherte sich am Ende des späten Donnerstag Julien Medard (FRA), der im Finale Sergei Ershov (RUS) mit 15:8 besiegte.
Nicht ganz zufrieden zeigte sich am Ende des Tages der in Danzig verantwortliche Degentrainer Dirk Schiffler. „Alles in Allem war vom Ergebnis her das Ganze etwas unter Wert“, so der Bonner. Und er fügt hinzu: „Mit Drei Platzierungen im 32-er und einmal im 64-er entsprach das Ergebnis im Damendegen nicht ganz unseren Erwartungen. Das Turnier war zwar ziemlich stark besetzt, trotzdem wollten wir hier eigentlich um die Finalplatzierungen mit fechten“. Das gelang den deutschen Vertreterinnen leider nicht. Melinda Kövecs (Heidenheim) unterlag nach mäßigem Rundenauftakt bereits im 64-er Tableau. Beatrice Brockmann (Berlin) konnte sich an gleicher Stelle noch durchsetzen, verlor im anschließenden 32-er K.O. gegen Giulia Rizzi (ITA) deutlich 7:15. Julia Kirschen (Berlin) erwischte es in der gleichen Runde gegen die Französin Mathilde Grumier, der sie 11:15 unterlag. Und auch Cheryl Jahn (Bonn) schied in jener 32-er Runde aus. Sie verlor ihr Gefecht gegen Renata Knapik (POL) 10:15.
Titelträgerin im Damendegen wurde Rossella Fiamingo (ITA), die im Finale Mathilde Grumier mit 15:12 bezwang.
Platzierungen: Herrensäbel: 1. Julien Medard (FRA), 2. Sergei Ershov (RUS), 3. Csaba Gall (HUN), 3. Benedikt Wagner (Dormagen), 5. Tiberiu Dolniceanu (ROM), 6. Luigi Angelo Miracco (ITA), 7. Luca Iacometti (ITA), 8. Bence Gemesi (HUN), 17. Max Hartung (Dormagen), 31. Marlon Hirzmann (Alsfeld), 33. Matyas Szabo (Dormagen)
Damendegen: 1. Rossella Fiamingo (ITA), 2. Mathilde Grumier (FRA), 3. Olga Kochneva (RUS), 3. Annamaria Toth (HUN), 5. Giulia Rizzi (ITA), 6. Renata Knapik (POL), 7. Tatjana Andriushina (RUS), 8. Julia Beljajeva (EST), 21. Julia Kirschen (Berlin), 24. Cheryl Jahn (Bonn), 32. Beatrice Brockmann (Berlin), 36. Melinda Kövecs (Heidenheim)
| Foto: | © pixelio_Herbert_Dazo / PIXELIO, www.pixelio.de |
| Bericht: | Deutscher Fechter-Bund, Olaf Wolf |
| Quelle: | Deutscher Fechter-Bund |
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