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Jörg Fiedler weiter auf Erfolgskurs

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Jörg Fiedler (Tauberbischofsheim) hat beim Herrendegen-Weltcup in Paris (FRA) erneut eine Weltklasseleistung abgeliefert.

Der 32-jährige setzte sich beim stark besetzten „Challenge Monal“ in der französischen Hauptstadt im Finale souverän mit 15:12 gegen Ruben Limardo (VEN) durch. Für den einstigen Leipziger war der Sieg in Paris bereits der zweite Weltcup-Sieg der aktuellen Saison, insgesamt drei Mal stand der Tauberbischofsheimer in dieser Saison bereits auf einem Podestplatz.


Sicher und souverän, aber auch mit Nervenstärke arbeitete er sich in die Finalrunde von Paris. Dort setzte er sich im Viertelfinale gegen Sebastien Lamon (SUI) mit 15:11 durch, dominierte im folgenden Halbfinale den Olympia-Dritten von Peking, Jose Luis Abajo (ESP) dann nach Belieben. 10:15 musste sich Abajo am Ende geschlagen geben. Im abschießenden Finale ließ der Schützling von Didier Ollagnon gegen Limardo nichts mehr anbrennen und siegte verdient gegen den Venezolaner. „Das war Weltklasse. Jörg war präsent, souverän und nervenstark. Er hat seine Ambitionen für die EM in Leipzig klar dokumentiert“, freute sich anschließend Didier über den Sieg seines Athleten. Und auch Jörg Fiedler war mit sich zufrieden. „In Paris zu gewinnen, ist schon etwas Besonderes. Ich habe mich gut gefühlt, wollte von Beginn an offensiv agieren und möglichst immer in der Hälfte meiner Gegner punkten. Das ist mir sehr gut gelungen.“, so der 32-jährige freudestrahlend.

Inzwischen attackiert Jörg Fiedler den Weltranglisten-Gesamt-Führenden Gauthier Grumier nicht nur, Grumier hat nur noch ganze 12 Punkte Vorsprung. Sollte die Erfolgsserie des Tauberbischofsheimer weiter anhalten, dürfte es in Kürze eine Wachablösung in der Weltrangliste geben. Vor Jahresfrist war Fiedler noch mehr als 180 Punkte von Grumier entfernt, doch seit der WM hat er den Franzosen bereits mehrfach deutlich hinter sich gelassen.

Neben dem Routinier glänzten in Paris aber auch einige Degenspezialisten der „jungen Garde“. Maximilian Keck (Heidenheim) erreichte in der französischen Hauptstadt seine erste Finalplatzierung seiner noch jungen Karriere. Der 20-jährige, der sich in dieser Saison mehrfach empfehlen konnte, steht inzwischen auf Position Vier der deutschen Rangliste. In Paris bedurfte es schon eines Jose Luis Abajo, um die Siegesserie der Heidenheimers zu stoppen. 10:15 unterlag Keck im Viertelfinale gegen den Dritten von Peking. Neben Keck erreichte zudem Stephan Rein (21/Heidenheim) die Runde der letzten 32, verlor hier gegen den Weltranglisten-Ersten, Gauthier Grumier 7:15. Norman Ackermann (Leverkusen) und Toni Kneist (Berlin) schafften den Sprung unter die besten 64 aus mehr als 200 Teilnehmern, verloren jedoch hier ihre K.O.-Gefechte. „Die Jungen entwickeln eine regelrechte Gruppendynamik. Sie orientieren sich an Fiedler, sind hoch motiviert und werden von Turnier zu Turnier besser. So gefällt mir das“, äußerte sich Ollagnon anschließend. „Maximilian Keck ist inzwischen dick im Geschäft, Stephan Rein legt immer weiter zu. Der Abstand zur internationalen Spitze wird immer geringer. Wir brauchen mehr Druck nach oben und die jungen Fechter um Keck, Rein und Co. machen diesen Druck. Das ist gut so“, so Ollagnon abschließend.

Platzierungen: 1. Jörg Fiedler (Tauberbischofsheim), 2. Ruben Limardo (VEN), 3. Matteo Tagliariol (ITA), 3. Jose Luis Abajo (ESP), 5. Silvio Fernandez (VEN), 6. Fabian Kauter (SUI), 7. Sebastien Lamon (SUI), 8. Maximilian Keck (Heidenheim), 30. Stephan Rein (Heidenheim), 39. Norman Ackermann (Leverkusen), 63. Toni Kneist (Leverkusen).

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