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Nicolas Limbach holt Silber bei Heim-EM

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Der Dormagener Nicolas Limbach hat am ersten Tag der Europameisterschaften in Leipzig Silber erkämpft und damit für das erste Edelmetall aus deutscher Sicht gesorgt.

Limbach unterlag im Finale Alexej Yakimenko (Russland) in einem spannenden Gefecht knapp mit 13:15. Nach einem Freilos im 64-er Tableau setzte sich der 24-jährige in der Runde der besten 32 gegen Andrey Jagodka (UKR) deutlich mit 15:4 durch, bezwang anschließend Vereins- und Teamkollegen Benedikt Beisheim 15:7.

Auch der Russe Veniamin Reshetnikov konnte den amtierenden Weltmeister nicht stoppen und verlor im Viertelfinale 15:12. Halbfinalgegner Oleg Shturbabin (UKR) musste sich dem Dormagener im Halbfinale gar 8:15 geschlagen geben. Erst der spätere Sieger Alexey Yakimenko vermochte es, den EM-Favoriten, einer der „Gesichter der EM“, zu stoppen. „Na klar wollte ich hier gewinnen“, so Limbach kurz nach dem Finale. „Du hast ja nicht alle Tage die Gelegenheit, bei einer Heim-EM Edelmetall zu gewinnen“. Über seinen Gegner und das finale Gefecht äußert Nicolas: „Er ist ein klasse Fechter. Ich lag in der Halbzeit einfach zu weit hinten. Da muss man offensiv fechten und das Risiko eingehen, einige Treffer abzubekommen. Bis zum 8:3 war es ganz schwer, zurückzukommen. Danach habe ich klar dominiert und es mit dem großen Rückstand versäumt, zu gewinnen“. Abschließend erklärt der Dormagener: „Der erste EM-Tag war sehr positiv. Mit einer Silbermedaille kann man schon mal anfangen, obwohl ich heute lieber Gold gewinnen wollte. Ich danke den vielen Helfern und Fans, die für eine unheimlich tolle Atmosphäre und einen reibungslosen Ablauf der EM gesorgt haben. Doppelt so schön ist es natürlich mit dem Heimspielvorteil“.

Der Vorjahres-EM-Dritte von Plowdiw, Björn Hübner (Tauberbischofsheim) verpasste durch eine 11:15-Niederlage gegen Oleg Shturbabin im Achtelfinale den Einzug in die Runde der besten Acht. Er belegte am Ende Position 12 im Gesamtklassement. Benedikt Beisheim erreichte in Leipzig Rang 15, Johannes Klebes (Tauberbischofsheim) reihte sich auf Platz 33 ein.

Dagegen konnten die Damenflorett-Fechterinnen nicht in die Medaillenvergabe eingreifen. Während sich Valentina Vezzali (ITA) am Abend des ersten Wettkampftages als alte und neue Europameisterin feiern lassen konnte, musste das deutsche Quartett mit der Zuschauerrolle vorlieb nehmen. EM-Neuling Martina Zacke (Berlin) und Sandra Bingenheimer (Tauberbischofsheim) schieden bereits nach dem ersten K.O.-Gefecht aus. Katja Wächter und Carolin Golubytskyi (beide Tauberbischofsheim) drangen wie erwartet bis in das Achtelfinale vor. Beide verloren dort die entscheidenden Kämpfe um den Einzug in die Finalrunde. Carolin Golubytskyi war gegen Olga Leleyko (UKR) ohne jede Chance und musste sich der Ukrainerin 4:15 beugen. Lokal- Matadorin Katja Wächter verlor nach großem Kampf gegen Corrine Maitrejean (FRA) 11:15. Für beide blieben am Ende die Positionen 12 und 14.

Einen rabenschwarzen Tag erwischte in Leipzig der dreifache Weltmeister Peter Joppich. Für den Koblenzer war bereits nach dem 64-er K.O. Schluss. Joppich unterlag in der Direktausscheidung dem Weißrussen Aliaksandr Chaliankov knapp mit 12:15. Die weiteren deutschen Vertreter Benjamin Kleibrink (Tauberbischofsheim), Sebastian Bachmann und André Weßels (beide Bonn) haben sich dagegen bereits für die Runde der besten 32 am morgigen, zweiten Tag qualifiziert.

Im Damendegen kommt es morgen in der zweiten Entscheidung des Sonntags in der Runde der besten 32 zum direkten Aufeinandertreffen von Britta Heidemann (Leverkusen) und Imke Duplitzer (Bonn). Neben dem Duo qualifizierte sich zudem Monika Sozanska für die Damen-Degen-Entscheidungen in Leipzig.

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