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Drei Podest Plätze, Rang drei im Medaillenspiegel standen nach dem Ende der Einzelentscheidungen für das deutsche Team zu Buche.
Für den nun anstehenden Teil Zwei hatte sich die deutsche Equipe einiges vorgenommen. Und diesem Vorhaben ließen die Teams im Damenflorett und Herrensäbel mehr als nur Taten folgen.
Das Damenflorett-Quartett um Katja Wächter, Carolin Golubytskyi, Sandra Bingenheimer (alle Tauberbischofsheim) und Martina Zacke legte am ersten Tag der Team-Wettbewerbe einen furiosen Start hin. Im Auftaktgefecht hatte Ungarn mit 31:32 das Nachsehen. Es folgte ein klarer 37:25-Sieg gegen Olympiasieger und Vizeweltmeister Russland. Damit sorgte das Team für die erste, große Überraschung in den Mannschaftsentscheidungen, war zudem das EM-Finale erreicht. Dort standen die Schützlinge von Bundestrainer Lajos Somodi Italien gegenüber. Und auch denen ergaben sie sich keineswegs kampflos. Bis zur Mitte des Gefecht hielten die Deutschen mit, ehe Italien mit ihrer „Grande Dame“ Valentina Vezzali davon zog. 45:26 setzte sich schlussendlich die „Squadra Azzurra“ gegen die deutschen Florettfechterinnen durch. „Natürlich hätten wir vorher nicht gedacht, dass es Silber wird. Wenn Du im Finale stehst, willst du natürlich mehr. Das ist uns heute nicht ganz gelungen. Aber wir sind natürlich mehr als froh über Platz zwei“, so Katja Wächter kurz nach dem Finale. Und sie fügt hinzu: „Natürlich hatten wir uns nach dem Einzel einiges vorgenommen. Der zweite Platz ist gewissermaßen eine Genugtuung“.
Nach Bronze bei der WM in Antalya erringen vier nun mit Silber bei der EM die zweite Mannschafts-Medaille in Folge. Rang drei ging im kleinen Finale an Russland, die sich mit 30:29 gegen Polen durchsetzten.
Im Herrensäbel trumpften Nicolas Limbach, Max Hartung, Benedikt Beisheim (alle Dormagen) und Björn Hübner (Tauberbischofsheim) bereits im Viertelfinale ganz groß auf. Das Team von Coach Vilmos Szabo eliminierte Olympiasieger Frankreich deutlich mit 45:36. Auch den Titelverteidiger Italien brachten Limbach und Co. an den Rand einer Niederlage. Es bedurfte eines Aldo Montano, um die Niederlage der Italiener abzuwenden. Hier trafen die deutschen Herrensäbler im kleinen Finale auf Russland, die im Halbfinale der Ukraine 44:45 unterlagen. Vom großen Ziel Podest ließen sich die vier dann nicht mehr abbringen. 45:38 setzten sich Limbach und Co. gegen den Mitfavoriten Russland durch und errangen verdient Bronze. „Es ist unglaublich. Natürlich ist man enttäuscht, wenn man verliert. Aber wir verlieren zusammen und gewinnen zusammen. Umso größer ist meine Freude über diesen dritten Platz. Ich hatte noch nie eine Mannschaftsmedaille. Das war insgesamt eine unglaubliche Mannschaftsleistung“, brachte Nicolas Limbach anschließend seine Gefühle zum Ausdruck.
Alter und neuer Europameister im Herrensäbel ist Italien, die sich im abschließenden Finale gegen die Ukraine mit 45: 28 durchsetzten.
Im Herrendegen müssen die deutschen Fechter Morgen auf die Dienste von Ex-Europameister Sven Schmid verzichten. Bundestrainer Didier Ollagnon informierte während einer Pressekonferenz, dass Schmid aufgrund einer Verletzung (Ellenbogen) nicht im Team-Wettbewerb starten kann. Für ihn wurde der Böblinger Steffen Launer nachnominiert. „Nach den nicht zufriedenstellenden Leistungen im Einzel haben wir das feste Ziel, eine Medaille in der Mannschaft zu holen. Die Jungs haben das drauf, dessen bin ich mir sicher“, äußerte sich Bundestrainer Didier Ollagnon.
Bekannt wurde man Rand der EM auch, dass der Präsident der FIE, Alisher Usmanov, insgesamt 100.000 US-Dollar für die Medaillengewinner ausgeschüttet hat. Jeder Europameister erhält 6000 $, für Platz Zwei gibt es 4000 Dollar und für den dritten Rang 3000 US-Dollar.
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| Bericht: | Deutscher Fechter-Bund, Olaf Wolf |
| Quelle: | Deutscher Fechter-Bund |
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