
Oliver Fischer
Der Weg des Kentan Do ist das Training, jedes Training ob im Dojo, zu Hause, im Geist, sind Meter auf dem Weg, den wir zu gehen haben....wie schnell wir ans "Ziel" gelangen, vermag ich nicht zu sagen, denn das definiert sich daraus, wo wir hin wollen, wie viel wir bereit sind zu gehen und ob man den einem gezeigtem Weg auch folgt.
Vor jetzt ca 10 Jahren begann ich dieses Konzept zu perfektionieren und unterrichte es! Mittlerweile ist kentan do als Konzept soweit gereift, das ich es niederschrieb und auch ein Stufenprogramm für Graduierungen entworfen habe.
Traditionelle Techniken, moderne Selbstverteidigung / Selbstschutz, vereint in kentan do wird mittlerweile auch in speziell angepassten Selbstschutz Kursen und Seminaren gelehrt. So entstand das K.I.S.S. Training ( Kinder-Selbst-Schutz Training), wir bilden Sicherheitspersonal, andere spezifische Berufsgruppen und Privatpersonen aus.
Das Rad muß nicht neu erfunden werden, jedoch fahren wir heute nicht mehr mit Holzrädern, sondern mit hochentwickelten Gummimischungen und keine Frage, wir fahren besser damit… ein Rad wird es immer bleiben!
Das Ziel beim kentan do ist zum einen, die Kraft eines gegnerischen Angriffs abzuleiten (Abwehr) und zum anderen, gleichzeitig dieselbe Kraft intelligent zu nutzen, um den Gegner vorübergehend angriffsunfähig zu machen (Absicherung), ohne ihn dabei schwer zu verletzen, in der hoffnung , sein sinnloses Handeln einzusehen. Dies geschieht in der Regel durch Wurftechniken(nage waza) und Halte/Hebeltechniken (osae waza oder katame waza), einen Großteil der kentan do-Techniken ausmachen. Schlag und Kick-Techniken lassen sich aber keineswegs vermissen, als auch das kämpfen mit dem Bokken (kenjutsu) und dem eigens für kentan do entwickelten kurzstock Kenbo(30-38 cm lang und 2-3,5 cm Durchmesser). Das Besondere im kentan do ist, dass keine offensiven Angriffstechniken, sondern nur Abwehr- und Sicherungstechniken und dadurch vermittelnd eine entsprechend defensive und verantwortungsbetonte geistige Haltung, gelehrt werden.
Laß mich Dir sagen, was man antworten soll, wenn man gefragt wird: “Was ist von allergrößter Bedeutung beim eigenen Training?”
Es ist: “Mit Leib und Seele an das eigene Ziel in genau diesem Augenblick zu glauben.”
Die Einstellungen der Menschen heutzutage scheinen dieser scharfen mentalen Haltung beraubt.
Ein ausdrucksstarkes Gesicht zeigt, dass der Mann von ganzem Herzen an sein Ziel glaubt. Sich ständig so bemühend, kristalliert etwas im eigenen Geist. Dieses Etwas wirkt als Loyalität gegenüber dem Fürsten, als kindliche Ergebenheit gegenüber den Eltern und als Mut beim Ausüben von Bushido. Es wirkt noch auf viele andere Weisen.
Es ist schwer, dieses Etwas zu entdecken; noch schwerer, es ständig im Sinn zu behalten. Der einzig mögliche Weg ist, genau diese Sekunde so gut wie möglich zu leben.
Hagakure, Der Weg des Samurai
Yamamoto Tsunemoto
Shikin Haramitsu Daikomyo
(Jeder Augenblick des Lebens, trägt ein Stück weit Erleuchtung in sich)
Wie ich schon Eingangs in der Entstehung des Taijutsu kentan do erwähnt habe, spielt die Tradition auch in einem modernen Kampfsport Stil eine Rolle.
Daher ist das Betreten des Dojos und auch die folgende Begrüssung, zwischen Schülern und Lehrer ein Zeichen des Gegenseitigen Respekts. Ohne diesen gegenseitigen Respekt, wäre kein effektives Training möglich. Die Betonung liegt auf gegenseitigem Respekt, was auch durchaus bedeutet, das der Lehrer von den Schülern lernen kann und soll um somit seine Unterrichts-Technik immer weiter entwickeln zu können.
Wie gerade schon gesagt, verneigen wir uns am Eingang des Dojos, wenn wir dies Betreten um unseren Respekt, dem Ort und den guten Geistern eines Dojos zu erweisen, die uns Kraft, Motvation und Freude am erlernen geben uns helfen uns selbst zu finden...
| Bild: | Oliver Fischer |
| Bericht: | http://taijutsu-kentando-leipzig.npage.de/index.html, Oliver Fischer |
| Quelle: | http://taijutsu-kentando-leipzig.npage.de/index.html |
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