
fotolia, Michael Röder
Kampfkunst und Kampfsport sind ein Handlungs- und Forschungsfeld, das in seiner Vielfalt im deutschsprachigen Raum weder hinreichend beschrieben noch empirisch gezeigt worden ist. Während es mit der Trainings- und Wettkampfwissenschaft, der Biomechanik, der Sportmedizin und der Sportpsychologie Disziplinen gibt, die bereits seit vielen Jahren lohnende Fragestellungen bearbeiten und belastbare Ergebnisse für die olympischen Kampfsportarten hervorbringen, zeigen sich die anderen Disziplinen der Sportwissenschaft bislang zurückhaltend.
Das Ausweiten der Forschungsmöglichkeiten zu Themen aus dem Kampfsport und den Kampfkünsten betrifft deshalb vor allem die geschichts-, kultur-, wirtschafts-, sozial- und erziehungswissenschaftliche Dimension dieses Bewegungsfeldes. In das bislang zu konstatierende Forschungsvakuum treten viele hermeneutische und wenige empirische Arbeiten mit postulierendem bis apologetischem Charakter. Daneben zeigt sich hier ein Spektrum – vom meditativen Bogenschießen und Taijiquan am einen bis zum K-1 und Ultimate Fighting am anderen Ende der Skala –, dem nicht nur allerlei esoterische Wirkungen zugesprochen werden, sondern in dem auch viel Geld verdient werden will. Dieser Bewegungsbereich betrifft womöglich Millionen von Menschen und wird dabei von den Organisationsstrukturen des DOSB kaum erfasst.
Ziele
Vor diesem Hintergrund setzt sich die angestrebte dvs-Kommission u.a. zum Ziel, das Handlungsund Forschungsfeld „Kampfkunst und Kampfsport“ systematisch zu bearbeiten und die Forscher in diesem Feld im Hinblick auf wissenschaftliche Tiefe, Breite und Synergien zu vernetzen. Wesentlich erscheint hierbei die Funktion, der zunehmenden Zahl an Nachwuchswissenschaftler/inne/n in diesem Bereich eine Austauschplattform zu bieten. Das Symposium am 6./7. April 2011 in Bayreuth soll hierzu den Anfang setzen und die Bandbreite der Forschungszugänge ausloten. Dies soll in Vorträgen, Themadiskussionen, Workshops und Posterbeiträgen realisiert werden. Neben Kolleg/inn/en aus den Reihen der verschiedenen sportwissenschaftlichen Disziplinen sind explizit auch Wissenschaftler/innen anderer Fakultäten und Disziplinen angesprochen und eingeladen, um den interdisziplinären Diskurs zu den relevanten wissenschaftlichen Themenfeldern der Kampfkünste und des Kampfsports aus verschiedenen Perspektiven und Zugängen heraus zu befördern.
Die folgende Auflistung von Forschungsperspektiven hat exemplarischen Charakter. Ihre Reihung stellt keine Rangfolge dar.
Weitere Informationen & Call for Papers
| Bild: | fotolia, Michael Röder |
| Bericht: | Kuhn, Dr. Peter, www.whymartialarts.de |
| Quelle: | Kuhn, Dr. Peter, www.whymartialarts.de |
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In der Oberfrankenhalle in Bayreuth finden an diesem Wochenende die Deutschen Meisterschaften der Frauen und Männer statt. Die Deutschen Meister am ersten Wettkampftag sind Kay Kraus, Susi Zimmermann, Heide Wollert, Franziska Konitz, Kalala Ngoy, Boris Trupka, Dimitri Peters und Robert Zimmermann.
Dem Slogan ist Leipzig mit seinem Damenflorett-Weltcup auch in diesem Jahr treu geblieben. Die Location des Final- Ortes war im vergangenen Jahr brillant gewählt. „Daher gab es für uns keinen Zweifel, auch in diesem Jahr in das Museum der bildenden Künste zu gehen“, informierte Bernd Brock, Präsident des gastgebenden Fecht-Clubs Leipzig auf einer Pressekonferenz in dieser Woche.
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