
Uta Scholten
Am Sonntag, den 28.11.2010, fanden in der Sporthalle des Gymnasiums am Neandertal die NRW-Meisterschaften im traditionellen japanischen Bogenschießen statt.
Erster Programmpunkt war die Mannschaftsmeisterschaft. Neun Teams mit jeweils drei Schützen traten an, um die beste Formation des Landes zu ermitteln. Nach drei Durchgängen, in denen jeder Schütze jeweils vier Pfeile auf das Ziel – japanisch: Mato, ein mit Papier bespannter Holzring von 36 cm Durchmesser - in 28 Metern Entfernung abgeben konnte, standen die Gewinner fest: Den ersten Platz belegte eine Startgemeinschaft des Kyudo-Aachen e.V. und der Kyudogruppe Köln. Mit Ulla Haede, Michael Schubert und Hermann Juli setzten sich Routiniers durch. Auf dem zweiten Platz behauptete sich mit Darlene Maringer, Sarah Pflaumann und Johannes Maringer ein Team des Ausrichters, des Kyudovereins Neandertal. Auch der dritte Platz wurde von einer Mannschaft mit Erkrather Beteiligung belegt: Frank Bittermann und Philipp Fasold vom PSV Bottrop erhielten Verstärkung durch Bernd Rossmüller vom Kyudoverein Neandertal.
Beim Einzelwettbewerb wurden in der Vorrunde zunächst aus dem Feld der 28 Teilnehmer mit vier Pfeilen die besten 16 Schützen ermittelt. Danach traten jeweils zwei Schützen gegeneinander an, bis zum Schluss nur noch ein Paar übrig war. Im Einzel bestätigte sich, was sich im Mannschaftswettkampf schon angedeutet hatte: dieses Jahr war Frauenpower angesagt. Ulla Haede aus Aachen sicherte sich nach dem Erfolg in der Mannschaft den Titel der Landesmeisterin nach einem spannenden Stechen vor Günther Dauner vom Kyudoverein Neandertal. Dritte wurde Darlene Maringer, die ebenfalls für den Ausrichterverein an den Start gegangen war. Auch wenn es für die „Neandertaler“ diesmal nicht zum Titel gereicht hat, ist die Bilanz insgesamt gesehen doch erfreulich. Zwei zweite und zwei dritte Plätze zeugen von der Leistungsbreite der Schützen im Verein.
Bilder: Frauenpower aus Aachen: Ulla Haede bei der Siegerehrung (Foto: Uta Scholten)
Kyudo – der „Weg des Bogens“ – ist die über fünfhundert Jahre alte Kunst des Bogenschießens, die auf die Schießtechnik der japanischen Krieger (Samurai) zurückgeht. Heute wird Kyudo auf der ganzen Welt als Sport, der Körper und Geist gleichermaßen fordert, betrieben. Die einzelnen Vereine sind in Verbänden auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene organisiert.
Der Kyudoverein Neandertal e.V. wurde 2002 gegründet, um diese Sportart auch im Raum Düsseldorf heimisch zu machen. Mit etwa 40 Mitgliedern im Alter zwischen 17 und 74 Jahren zählt er zu den mitgliederstärksten Vereinen in NRW.
Kontakt und weitere Information:
www.kyudo-neandertal.de
R. Kollotzek (2. Vorsitzender des Kyudo-Vereins Neandertal): Tel. 02103/53899
U. Scholten (Presse und Öffentlichkeitsarbeit): Tel.: 02103/32224
| Foto: | www.kyudo-neandertal.de, Uta Scholten |
| Bericht: | www.kyudo-neandertal.de, Uta Scholten |
| Quelle: | www.kyudo-neandertal.de |
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Für alle, die sich für den „Weg des Bogens“ interessieren, bietet der Kyudoverein Neandertal e.V. ein Einsteigerseminar an. Der Kurs umfasst sechs zweistündige Trainingseinheiten und soll den Interessenten einen Einblick in die Bewegungsabläufe, die Trainingsmethoden und das benötigte Material beim traditionellen japanischen Bogenschießen geben.
Am Sonntag, den 3. April 2011, lädt der Kyudoverein Neandertal zur vierten Auflage des Freundschaftsturniers im japanischen Bogenschießen ein. Kyudoka aus ganz Deutschland haben sich angemeldet, um im freundschaftlichen Wettbewerb die besten Mannschaften und Einzelschützen zu ermitteln.
Zum dritten Mal lädt am Sonntag, den 21. März, der Kyudoverein Neandertal zum Rheingoldtaikai ein. In der Sporthalle des Gymnasiums am Neandertal (Heinrichstraße 12, Alt-Erkrath) treffen sich wieder Kyudoka aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland zum freundschaftlichen Wettkampf.
Am 21. November trafen sich die besten Mannschaften der Bundesliga-Vorrunde 2009 wieder in Hannover, um im direkten Wettkampf das beste Team zu ermitteln. Leider waren nur acht der fünfzehn qualifizierten Teams angereist. Die erste Mannschaft des Kyudovereins Neandertal „Mokkei“ (jap. Kampfhahn) hatte wie schon in den Vorjahren die Qualifikation mit dem 4. Platz von 84 gemeldeten Teams geschafft.
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