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Kampfsportlexikon

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Shomen
(jap. 正面 , Vorder-/Frontseite) bezeichnet in Japan die Vorderseite eines Kampfkunst-Dōjō, an der sich der Kamiza (Schrein) befindet. Traditionell liegt das Shōmen dem Eingang gegenüber und wird – so verlangt es Reishiki, die Etikette – beim Betreten wie eine Person, das heißt mit einer Verbeugung, gegrüßt. Oft ziert das Shōmen auch ein Bildnis großer Meister oder, wie früher in Japan üblich, eine Urne mit der Asche der Gründer des Dōjōs.

Die besonders traditionell orientierte Etikette gibt sogar vor, mit welchem Fuß zuerst man sich dem Kamiza nähern muss, oder in welcher Richtung man sich drehen muss, wenn man sich diesem zu- oder von diesem abwendet.

Neben dem Gruß beim Betreten und Verlassen des Dōjō wird auch zu Beginn einer jeden Trainingseinheit dem Shōmen, noch vor dem Sensei, mit einer Verbeugung im Sitzen (Rei) Respekt und Höflichkeit gezollt.

Quelle: Wikipedia - Shōmen
Shorin-Ryu
Shorin Ryū (auch Shorin-Ryu oder Shorinryu) ist einer der zwei großen Karate-Stilrichtungsfamilien aus Okinawa und nicht als harter oder weicher Stil einzuordnen. Shorin Ryu entstand wahrscheinlich im Laufe des 19. Jahrhunderts auf Okinawa, noch bevor Karate in Japan bekannt war. Die Wurzeln dieses Stils lassen sich mehrere Jahrhunderte weit zurück verfolgen. Wer genau Shorin-Ryu begründet hat ist unklar, obwohl Shorin Ryu oft Sokon Matsumura (1792-1887) zugeschrieben wird.

Quelle: Wikipedia - Shorin-Ryu
Shotokan
Der Begriff Shōtōkan (jap. 松濤館 shōtōkan) bezeichnet eine Stilrichtung im Karate-Dō.

Quelle: Wikipedia - Shōtōkan
Sifu
Sifu (chin. 師父, shīfù, alternativ Si-Fu (genauer si1 fu6, Aussprache im Kantonesischen), shi-fu, chi-fu ) wird in den chinesischen Kampfkünsten als Anrede für den Kung-Fu-Lehrer verwendet.

Übersetzt heißt Sifu Lehrer-Vater und ist nicht nur auf die Kampfkünste bezogen. Ein weibliches Gegenstück zum Sifu gibt es nicht, es wird derselbe Name dafür verwendet. Der Schüler bekundet seinen Respekt vor dem Lehrer, indem er ihn nur mit diesem Titel anspricht. chin. 師傅, shīfu, Lehrer-Lehrer, also in etwa Lehrer wird zur Anrede von Kung-Fu Lehrern benutzt, von denen man nicht selbst lernt.

Quelle: Wikipedia - Sifu
Siu Nim Tao
Die Siu nim tau oder Siu Lim Tao (xiăo niàn tóu = Kleine Idee Form), manchmal aufgrund der Bewegungen des dritten Abschnittes auch: Saam-Pai-Fut (Dreimalige Verehrung/Gruß Buddhas) genannt, ist die erste von insgesamt drei waffenlosen Formen der chinesischen Kampfkunst Wing Chun.

Es werden Grundprinzipien vermittelt, sowie der Bewegungsapparat geschult. Durch Muskeldehnungen beim Üben der Siu Nim Tau wird der Schüler auf die Bewegungen vorbereitet. Außerdem werden die Grundlagen des Wing-Chun-Systems geschult, wie zum Beispiel die „Zentrallinientheorie“, der stabile Stand, Krafterzeugung und richtige Atmung.

Quelle: Wikipedia - Siu nim tau
Sokaku Takeda
Sokaku Takeda (武田惣角 Takeda Sōkaku) (* 10. Oktober 1859 in Aizu; † 25. April 1943) gehörte zu den letzten Samurai und war ein bekannter Kampfkunstlehrer. Er wurde als Neuentdecker des Daitō-Ryū und als Lehrer des Morihei Ueshiba, des Erfinders von Aikido, sowie von Choi Yong-sul dem Erfinder von Hapkido bekannt.

Quelle: Wikipedia - Sokaku Takeda
Sparring
Sparring ist eine Form des Trainings, das es in vielen Kampfsportarten gibt. Es handelt sich um ein Kämpfen ähnlich wie im Wettkampf, jedoch mit geänderten Regeln und Abmachungen, die Verletzungen weitgehend verhindern sollen. Die Absicht des Sparrings ist normalerweise, die Fähigkeiten der Teilnehmer zu verbessern, während im Wettkampf ein Sieger ermittelt werden soll. Das Wort stammt aus dem Englischen to spar ( = sich mit jemandem auseinandersetzen) und wurde im deutschsprachigen Raum zunächst nur für das Boxen verwendet.

Quelle: Wikipedia - Sparring
Ssireum
Ssireum ((korean. 씨름) ist eine alte Form des Ringens, die nur in Korea verbreitet ist. Es basiert auf relativ einfachen Regeln, die denen des japanischen Sumō ähneln. Die ältesten erhaltenen Spuren des Sports stammen aus dem 4. Jahrhundert, es wird ihm jedoch teilweise ein Alter von bis zu 5.000 Jahren zugeschrieben. Heute wird eine modernisierte Form von Amateuren und Profis betrieben.

Quelle: Wikipedia - Ssireum
Sun-Stil
Der Sun-Stil (chin. 孫氏) des Taijiquan (auch Kai-He Taijiquan genannt) ist der jüngste der fünf Familienstile des Taijiquan und wurde in den frühen 1900er Jahren durch den berühmten Meister Sun Lutang (1861-1932) entwickelt, der zu diesem Zeitpunkt schon ein großer Meister im Xingyiquan und Baguazhang war. Sun Lutang lernte erst im Alter von mehr als 50 Jahren den Wu/Hao-Stil des Taijiquan. Auf dieser Basis hat er später seinen eigenen Taijiquan Stil entwickelt.

Quelle: Wikipedia - Sun-Stil
Taekwondo-Technik
Taekwondo-Technik umfasst alle Hand-, Arm- und Fußtechniken des koreanischen Kampfsports Taekwondo und unterstützende Elemente wie z. B. Atemtechnik und Kampfschrei, die regelmäßig im Training geübt werden müssen.

Quelle: Wikipedia - Taekwondo-Technik
Tai no henko
Tai no henkō (jap. 体の変更) ist Japanisch und bedeutet frei übersetzt "Umkehrung der Körperstellung". Dazu gehören Irimi (direktes Eintreten) und Tenkan (indirektes Eintreten). Tai no henkō ist auch bekannt als Tai no tenkan oder Tenkan waza. Tai no henkō ist eine der wichtigsten Grundformen vieler Aikidō-Techniken und wird beim Training regelmäßig wiederholt. Mit Irimi tritt der Tori in den Angriff des Uke ein, dabei treffen die Energien von Tori und Uke nicht durch einen Block aufeinander, sondern verschmelzen bzw. harmonisieren sich. Über diese Verschmelzung kann die nächste Bewegung Tenkan ausgeführt werden. Hierbei werden die verschmolzenen (gebündelten) Energien vom Tori weitergeleitet, so dass der Angreifer Uke mit der gesamten gebündelten Energie am Tori vorbeigeführt wird. Hierbei hat nun der Tori seine Körperstellung genau entgegengesetzt zum Ursprung (180°) geändert.

Quelle: Wikipedia - Tai no henkō
Taiji
Taiji oder Tai Chi (chin. 太极/太極, Tàijí, W.-G. Tai Chi „Das sehr große Äußerste“, auch Die großen Gegensätze) bezeichnet das höchste Prinzip des Kosmos. Der Terminus findet sowohl im Daoismus als auch im Konfuzianismus Verwendung.

Quelle: Wikipedia - Taiji
Taijiquan
Das Tàijíquán [tʰaitɕitɕʰyan] (chin. 太极拳/太極拳, W.-G. T'ai-chi-ch'üan) auch T'ai-Chi-Ch'uan, verkürzend Tai Chi oder chinesisches Schattenboxen genannt, ist eine im Kaiserreich China entwickelte innere Kampfkunst. In der Volksrepublik China ist Taijiquan in zumeist stark vereinfachter Form ein Volkssport und in den Parks der Städte sieht man in den Morgenstunden tausende Menschen beim Üben der Bewegungen.

Über den Aspekt als Kampfkunst und Selbstverteidigung hinaus wird Taijiquan häufig als allgemeines System der Bewegungslehre oder als Gymnastik betrachtet, das einerseits der Gesundheit sehr förderlich ist, andererseits der Persönlichkeitsentwicklung und der Meditation dienen kann. Besonders im Westen tritt der Kampfkunstaspekt häufig hinter diesen Aspekten zurück.

Quelle: Wikipedia - Taijiquan
Tang Lang Taijiquan
Tang Lang Taijiquan ist ein mit dem Tang Lang Quan verbundener Taijiquan-Stil. Dieser Stil besteht aus unterschiedlichen Fangbewegungen einer Gottesanbeterin - die Bewegungen imitieren dabei die betende Haltung einer Gottesanbeterin.

Quelle: Wikipedia - Tang Lang Taijiquan
Tanikaze Kajinosuke
Tanikaze Kajinosuke, jap. 谷風 梶之助 (* 8. September 1750 in Sendai, † 27. Februar 1795) war ein berühmter Sumōringer der Tokugawa-Zeit und der erste historisch verbürgte Yokozuna.

Quelle: Wikipedia - Tanikaze Kajinosuke
Tare
Das Tare(jap., 垂れ) gehört zur Rüstung (Bōgu) beim Kendō und bietet Schutz für Taille und Hüfte. Er besteht aus mehreren Schichten Baumwollmaterial, die übereinandergelegt werden und dadurch Steifigkeit erzeugen. Der Tare ist in fünf Schutzlappen geteilt.

Der vordere Schutzlappen wird üblicherweise mit einem Taresack (jap.ゼッケン - Zekken, Tareneemu oder 名札 - Nafuda) überzogen. In Japan steht gewöhnlich die Herkunft des Kendoka am oberen Rand und der Name darunter.

Quelle: Wikipedia - Tare
Tori und Uke
Tori (取り, jap. Nehmender, Greifender, Handelnder) und Uke (受け, jap. Annehmender, Erleidender, Verteidiger) sind Bezeichnungen für verschiedene Rollen beim Partnertraining in vielen japanischen Kampfkünsten.

Quelle: Wikipedia - Tori und Uke
Tuishou
Tuishou (chin. 推手, tuī shǒu „schiebende Hände“), oder auch englisch Pushing hands, bezeichnet eine Partnerübung in den inneren Kampfkünsten, wie z.B. dem Taijiquan.

Dabei stehen sich die Partner gegenüber und berühren einander an den Armen und Händen. In einer kontinuierlichen Bewegungsschleife übt einer der Übenden Druck auf die Arme des anderen Übenden aus, der versucht, dem Druck nachzugeben und zu neutralisieren, um anschließend selbst Druck auszuüben.

Quelle: Wikipedia - Tuishou
Uchi-Deshi
Ein Uchi-Deshi (jap. 内弟子, dt. Lehrling, innerer Schüler) war ein Hausschüler eines Budō-Meisters.

Der Uchi-Deshi wohnte im Dōjō des Meisters. Er sorgte für die Organisation des Trainingsbetriebes und half bei Haushalts- und Büroarbeiten. Dafür bekam er Verpflegung, persönliche Zuwendung und erfuhr eine intensive und detaillierte Trainingsunterweisung durch den Meister.

Quelle: Wikipedia - Uchi-Deshi
Uppercut
Ein Aufwärtshaken, im Boxsport Uppercut (v. engl.: upper- ober-; cut Hieb, Schnitt) genannt, ist ein Schlag, welcher als Ziel meist das Kinn des Gegners hat und daher im Volksmund auch als Kinnhaken bekannt ist.

In der Fachsprache benutzt man den Ausdruck Kinnhaken nicht, weil ein "Haken" in aller Regel einen Seitwärtshaken mit der Führhand bezeichnet und das Ziel von Schlägen fast immer das Kinn ist.

Der Uppercut wird von der Nabelgegend aus in eine Aufwärtsbewegung geführt, wodurch die Form eine Hakens entsteht, bevor die Faust das Gesicht oder den Körper des Gegners trifft.

Der Aufwärtshaken wird oft eingesetzt, um eine Schlagkombination einzuleiten oder abzuschließen.

Quelle: Wikipedia - Aufwärtshaken