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Kampfsportlexikon

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Bushi
(武士) ist die japanische Bezeichnung für ein Mitglied des Kriegerstands, wie er sich zum Ende der Heian-Zeit entwickelte. Anfangs waren die Bushi als Verwalter in militärisch zu sichernden Randprovinzen eingesetzt, im Laufe der Zeit steigerte sich jedoch ihr Einfluss und sie wurden zur zweiten Macht neben den Beamten des Kaiserhofs (siehe Tennō). Mit der Errichtung des Shōgunats in der Kamakura-Zeit wurden die Bushi vollends zur mächtigsten Gruppierung im Land, auch wenn die Kuge am Kaiserhof nominell einen höheren Status besaßen. Aus den Bushi entwickelte sich der Stand der Samurai. Es wurden und werden bis heute aber beide Begriffe parallel verwendet.

Quelle: Wikipedia - Bushi
Bushido
(jap. 武士道, dt. Weg des Kriegers), bezeichnet heutzutage den Verhaltenskodex und die Lebensphilosophie des japanischen Militäradels der Feudalzeit - den Samurai, ähnlich dem europäischen Konzept der Ritterlichkeit.

Quelle: Wikipedia - Bushidō
Cavation
Die Cavation ist eine im Fechtsport verwendete Aktion. In einer Vorwärtsbewegung führt dabei die Spitze der Klinge eine kreisähnliche Bewegung um die gegnerische Waffe aus. Die Cavation (auch Umgehung genannt) wird verwendet um der gegnerischen Waffe auszuweichen oder sich aus einer Bindung zu lösen. Unter einer Cavation ins Tempo versteht man einen Umgehungsangriff, der in den gegnerischen Angriff hinein erfolgt.

Die Cavation sollte möglichst klein ausgeführt werden um die erforderliche Schnelligkeit zu erreichen, die es dem Gegner unmöglich macht, erneut zu parieren oder eine Bindung einzugehen.

Es gibt die einfache Cavation, das heißt, die Bewegung wird entweder nach links oder nach rechts ausgeführt, die Doppelumgehung (Doppelcavation), d.h. die Cavation wird erst nach links und dann nach rechts (oder umgekehrt) ausgeführt und die Kreisumgehung, d.h. die Waffe umgeht die gegnerische Waffe kreisförmig (zwei Umgehungen wahlweise nach links oder rechts).

Quelle: Wikipedia - Cavation
Chen-Stil
Der Chen-Stil ist einer der ältesten Stile des Taijiquan.

Quelle: Wikipedia - Chen-Stil
Chi Sao
Klebende Hände chinesisch Chi Sao (chin. 黐手, chǐshǒu, kant. chi sau), japanisch Kakie, bezeichnet in der Regel Partnerübungen der chinesischen Kampfkunst Wing Chun, die jedoch auch in einigen Stilen japanischer Kampfkünste (wie z.B. Goju-Ryu und Shaolin Karate) praktiziert werden. Dabei stehen die Partner sich gegenüber und drücken in einer kontinuierlicher Bewegungsschleife einander an den Armen, ohne den Kontakt zu verlieren. Es gibt dabei immer abwechselnd einen drückenden und einen empfangenden Partner. Die Übung ähnelt dem Tuishou der inneren Kampfkünste (z.B. des Taijiquan).

Quelle: Wikipedia - Klebende Hände
Choi Hong-hi
Choi Hong-hi (* 9. November 1918; † 15. Juni 2002 in Pjöngjang, Nordkorea) war ein südkoreanischer General und Mitentwickler der Kampfsportart Taekwondo.

Quelle: Wikipedia - Choi Hong-hi
Choi Yong-sul
Choi Yong-sul (1904 - 1986; auch Choi Yong Sool, Asao Yoshida, Tatsujutsu Yoshida) war ein koreanischer Kampfsportler und Gründer der Kampfsportart Hapkido.

Quelle: Wikipedia - Choi Yong-sul
Chojun Miyagi
Chōjun Miyagi(jap. 宮城長順 Miyagi Chōjun, * 25. April 1888 in Naha, Okinawa, † 8. Oktober 1953 auf Okinawa) ist der Begründer des Goju-Ryu Karate-Stils. Im Alter von neun Jahren (oder elf; hier sind sich die Quellen nicht einig) begann er mit dem Training des Karate. Als Teenager wurde er Schüler von Higashionna Kanryō, nach dessen Tod er nach Fukien in China reiste, wie es Kanryo Higashionna auch schon getan hatte. In China trainierte er die Shaolin- und die Pakua-Form. Durch dieses Training und die Erfahrungen in Miyagi zuerst trainierten Systems (Naha-Te) entstand mit der Zeit Miyagis Goju-Ryu (dt. Hart-Weich-Stil). Nach seiner Rückkehr nach Naha eröffnete Miyagi sein eigenes Dojo.

Miyagis Ambitionen lagen in der Verbreitung des Karate. So führte er Karate in Schulen und anderen sozialen Einrichtungen ein. Er entwickelte die Kata Sanchin, als harten Aspekt des Goju-Ryu, und die Kata Tensho als weichen Aspekt.

Quelle: Wikipedia - Chōjun Miyagi
Christian Bülow
Großmeister Christian Bülow 5. Dan Hapkido, 5. Dan Taekwondo, 3. Dan Tang Soo Do und 1. Dan Aikido) ist der Präsident der European Hapkido Association. Er hat das deutsche Hapkidobuch "Hapkido, Die koreanische Kampfkunst" in deutscher und koreanischer Sprache verfasst. Er setzt sich nicht nur für die Verbreitung des koreanischen Hapkido in Europa ein, sondern versucht auch einen Blick für die kulturellen Hintergründe des Mutterlandes Korea zu schaffen, in welcher er bereits des öfteren trainiert hat. Im Jahre 2004 erhielt er durch den Botschafter der Republik Südkorea eine Auszeichnung, welche nicht nur sein literarisches sondern speziell kulturelles Wirken würdigte.

Quelle: Wikipedia - Christian Bülow
Clinchen
Ein Clinch bezeichnet im Boxsport das regelwidrige Umklammern des Gegners. Dies geschieht oft aus Erschöpfung oder um einem K.O. vorzubeugen. Der Ringrichter ermahnt dieses unfaire und verbotene Verhalten, bei wiederholtem Einsatz des Clinchs von einem Boxer kann dies zu einem Kampfabbruch führen.

Auch im Muay Thai wird der Clinch verwendet, um den Gegner dann mit Kniestößen zu treffen. Es gibt auch im Muay Thai eine Reihe von Clinch-Techniken, um den Gegner im Kampf zu kontrollieren oder ihn einfach zu Boden zu werfen.

Quelle: Wikipedia - Clinch
Coupé
Als Coupé wird beim Fechten eine Klingenumgehung über die Spitze der Waffe bezeichnet. Beim Degenfechten versteht man darunter aber häufig einfach nur einen Wurfstoß, da das Coupe immer ein sehr schnelle Wurf- oder Schnalzbewegung der Klinge ist. Freie Coupes ohne Klingenkontakt (Bindung) werden häufig als Bingo bezeichnet und sollen vom deutschen Fechter Alexander Pusch eingeführt worden sein.

Quelle: Wikipedia - Coupé
Daito-Ryu
Daitō-Ryū (jap. 大東流, Daitōryū; ab 1922 Daitō-Ryū Aiki-jūjutsu, 大東流合氣柔術) ist eine traditionelle, dem Jiu-Jitsu verwandte, waffenlose Kampfkunst, welche auf die Familie des japanischen Kaisers Seiwa zurückgeführt wird. Ein General des Kaisers (Yoshimitsu) entwickelte die Kunst zu hoher Effektivität weiter und gab ihr den Namen Daitō-Ryū nach seinem Wohnsitz. Die Kunst wurde nur innerhalb des Takeda-Zweiges (des Minamoto-Clans) als Familiengeheimnis weitergegeben. Erst zum Ende des 19. Jahrhunderts wurde Daitō-Ryū durch Sokaku Takeda auch öffentlich unterrichtet.

Quelle: Wikipedia - Daitō-Ryū
Dalü
Dalü (chin.) bedeutet „das große Ziehen“ und ist die Bezeichnung für die zweite Stufe der Partnerübungen im Taijiquan.

Dalü bezeichnet in erster Linie eine Form der Tuishou, die in die 4 Ecken und 4 Zwischenhimmelsrichungen ausgeführt wird. Auch hier gibt es 4 Grundtechniken, die 4 oder 8 Trigrammen zugeordnet werden (Shisanshi und Bagua). Die 4 Grundtechniken sind Cai (ziehen), Lie (spalten), Zhou (Ellenbogenstoß) und Kao (Schulterstoß).

Man unterscheidet zwei Arten des Dalü. Bei der einen sind Bewegungen und Richtungen festgelegt, die andere lässt freien Umgang mit Bewegungen und Richtungen zu. Diese Übung geht über die kreisenden Bewegungen der Tuishou hinaus, denn beide Partner lernen, mit bestimmten Bewegungen auf andere zu reagieren.

Quelle: Wikipedia - Dalü
Dan
Als Dan jap. 段, Stufe, Meister) wird in japanischen Kampfkünsten Budō, teilweise auch in koreanischen Kampfkünsten und neuerdings auch im chinesischen Kampfsport Wushu ein Fortgeschrittenengrad bezeichnet. Die japanische Bezeichnung "Dan" wird dabei als Synonym für das chinesische "Duan" verwendet.

Der niedrigste Grad (der 1. Dan) folgt auf den 1. Schülergrad (Kyū). Der 1. Schülergrad ist der höchste, die Rangfolge bei Lehrer- und Schülergraden ist also vertauscht.Die Prüfung zum ersten Dan kann erst ab dem 18 Lebensjahr abgelegt werden.Der höchste Dan ist meist der 10. Dan; teilweise – z.B. im Aikikai-Aikidō – wird zurzeit jedoch kein höherer Grad als der 9. Dan verliehen.

Quelle: Wikipedia - Dan
Dangsudo
Dangsudo (auch Tang Soo Do oder Tangsudo geschrieben) - "die Kunst chinesischer Hand", ist eine moderne koreanische Kampfkunst.

Sie ist auf Disziplin und das Praktizieren von Formen (Kata) und anderen Bewegungsfolgen der Selbstverteidigung konzentriert. Hwang Kee, Gründer dieser Kunst, erklärte, dass er den Stil aus alten Texten und Künsten, wie etwa Subak (eine ältere koreanische Kampfkunst) geschaffen hatte, während er in den 30er Jahren in der Manchurai lebte. Das japanische Karate (chin. Tang Shou Dao) und die chinesischen inneren Kampfstile sollen Dangsudo beeinflusst haben. In vielen Aspekten hat Dangsudo Ähnlichkeiten zu Karate und Taekwondo, es legt jedoch ähnlich wie das traditionelle Karate wenig Wert auf sportliche Wettkämpfe.

Quelle: Wikipedia - Dangsudo
Dao
Das Dao (chin. 刀) ist ein einschneidiges chinesisches Schwert.

Die einhändig geführte Waffe leitet vom mongolischen Reiterschwert ab, wurde in China aber von Fußsoldaten geführt. Es konnte sowohl als Hieb- als auch als Stichwaffe, meist in Kombination mit einem Rundschild - eingesetzt werden.

Quelle: Wikipedia - Dao
DDK
Deutsches Dan-Kollegium (e.V. (DDK) ist ein Dachverband für sämtliche Budosportarten in Deutschland. Er wurde am 20. September 1952 in Stuttgart gegründet und ist die erste und älteste Budo-Organisation Deutschlands. Nach der Gründung erhielt es vom Kodokan vertraglich die Legitimation, in Deutschland Judo zu lehren und sowohl Kyu- als auch Dan-Prüfungen abzunehmen. 1956 wurde das DDK Mitglied im Deutschen Judobund, wobei das DDK weiterhin für das Lehr- und Prüfungswesen verantwortlich war. 1982, zum 30 jährigen Bestehen des DDK, erneuerte der Kodokan den Vertrag, in welchem dem DDK das Graduierungsrecht erteilt wurde.

Quelle: Wikipedia - Deutsches Dan-Kollegium
Degen
Bei einem Degen (ostfranzösisch degue = langer Dolch des Mittelalters) handelt es sich um eine Stichwaffe mit einer langen, schmalen, elastischen und geraden Klinge. Er entwickelte sich zum Ende des 17. Jahrhunderts aus dem Rapier, und war nicht nur beim Militär, sondern auch bei reichen Bürgern und Adligen weit verbreitet. Zudem wurde er von Anfang an zum Fechten verwendet, das er revolutionierte, da er aufgrund seines geringeren Gewichtes und Schwerpunktes das Fechten mit Parade/Riposte ermöglichte.

Quelle: Wikipedia - Degen
Deutscher Judobund
Der Deutsche Judo-Bund e.V. (DJB) ist ein Verband der deutschen Judoka.

Der Deutsche Judobund wurde 1953 von DAN Trägern des Deutschen Dan-Kollegiums (DDK) z. B. Alfred Rhode gegründet. Die getrennten Aufgabengebiete der beiden Verbände ergänzten sich zum Gründungszeitpunkt. Das DDK war zuständig für die Danträger, Ausbildung der Lehrer, Verbreitung und Lehre des Judogedankens und Prüfungen. Der DJB war zuständig für das Kampfgeschehen - für nationale und internationale Turniere und Meisterschaften 1956 vom Deutschen Sportbund anerkannt und arbeitete bis 1990 gemeinsam mit dem DDK zusammen. Der Judobund veranstaltet Judo-Meisterschaften in Deutschland genauso wie andere Fachverbände in Deutschland auch.

Quelle: Wikipedia - Deutscher Judobund
Deutscher Karate Verband
Der Deutsche Karate Verband e.V. (DKV) ist der größte Fachverband für Karate in Deutschland und Mitglied sowie offizieller Repräsentant für diesen Sport im Deutschen Sportbund.

Quelle: Wikipedia - Deutscher Karate Verband