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Modern-Tang-Soo-Do

Modern-Tang-Soo-Do ( Modern= modern, steht im Modern Tang Soo Do für: neu, aktuell.
Tang = koreanisch, abgeleitet von TANG Dynastie, China. Soo= koreanisch für Hand/Hände auch Handkante, steht auch für unbewaffnete Hände.
Do (Tao)= der Weg (Einstellung, Lebensweg) die Philosophie) ist eine relativ junge Kampfkunst, deren Wurzeln hauptsächlich in der alten koreanischen Kampfkunst Tang-Soo-Do (der Weg der (unbewaffneten/leeren) Tang (China) Hand) gründen. Modern-Tang-Soo-Do ist eine moderne Vollkontakt Kampfkunst.

 Am 15.12.1997 wurde das Modern-Tang-Soo-Do von neun DAN-Trägern aus dem Tang-Soo-Do gegründet. Die Gründungsmittglieder des Modern-Tang-So-Do bildeten das "Gremium der DAN-Träger". Die Mitglieder dieses Gremiums waren Kampfsportler mit Ausbildungen in verschiedenen Kampfstilen (Karate, Judo, Ju-Jutsu, Aikido, All-Style-Karate) und waren alle DAN-Träger aus dem Tang-Soo-Do. Mitglieder und Gründer sind unter anderem: Uwe Spielmann (+), Stephan Fuchs, Rainer Jäger, Andreas Jürgens, Guido Piontek. Ziel und Hauptschwerpunkt der Lehre des MODERN-TANG-SOO-DO ist es, in Einbeziehung der traditionellen Philosophie des BUDO /BUSHIDO (der Weg des Kriegers) Kampfkunst und Kampfsport zu trainieren, um ein möglichst vielseitiger Kämpfer zu werden. Sich selbst und andere verteidigen zu können. Zum Leitbild des Modern-Tang-Soo-Do gehört es, auf Qualität in der Ausbildung zu achten. Es ist nicht im Sinne der Gründer und Vertreter dieses Stils einen Breitenkampfsport zu schaffen, sondern eine effektive (im Sinne von Selbstverteidigung und Vollkontakt Wettkampf) Kampfkunst. Deshalb ist das Modern-Tang-Soo-Do keine Kampfkunst die für den Breitensport gedacht ist und die jeder erlernen kann! Es ist nicht Ziel möglichst viele Schüler zu trainieren oder viele DAN-Träger zu produzieren nur um eine große Verbreitung zu finden. Im Modern-Tang-Soo-Do geht es nicht darum lediglich von einer Prüfung auf die nächste zu trainieren oder von einem sportlichen Wettkampf (obwohl der Wettkampf betrieben wird) zum nächsten hin zu arbeiten. Vielmehr steht die persönliche Weiterentwicklung und angestrebte Perfektion als Kampfkünstler an erster Stelle. Modern-Tang-Soo-Do ist den Einflüssen aller Kampfkünste, seien es asiatische Budokünste oder westliche Selbstverteidigungssysteme, gegenüber offen. Modern-Tang-Soo-Do ist zwar eine Kampfkunst deren Kampftechniken in einer Prüfungsordnung (einem Lehrplan) festgelegt sind, die aber bereit ist positive Einflüsse und sinnvolle Veränderungen aufzunehmen (Modern= hier im Sinne von sich ständig entwickelnd). Dies ist möglich, da diese Kampfkunst nicht von einem Großmeister, sondern von einem Gremium aus DAN-Trägern durch demokratische Absprache geleitet wird. So bleibt das Modern-Tang-Soo- Do eine sich ständig entwickelnde Kampfkunst.

Rangsystem/Graduierungen im Modern-Tang-Soo-Do Am Ende der oft über Jahre gehenden Ausbildung steht die umfassende Prüfung zum ersten DAN (nach außen gekennzeichnet mit dem Tragen des schwarzen Gürtels).
Die offizielle Trainingskleidung besteht aus einer schwarzen Hose und einer weißen Jacke (bei Meistern /DAN-Trägern mit schwarz abgesetzten Revers). Verschiedene Gürtelfarben zeigen die durch öffentlich abgelegte Prüfungen erreichte Stufe des jeweiligen Schülers/Meisters an.
In den Stufen 1-6 befindet sich der Ausübende im Schülerstatus, zu erkennen an den farbigen Gürteln. Beginnend bei Weiß (erste Stufe) (Zwischenstufen bei den Buntgurten möglich z.B. Weißgelb, Gelborange etc.), Gelb (zweite Stufe, 1.Rang), Orange (dritte Stufe, 2.Rang. Priorität Grundtechniken), Grün (3.Rang) und Blau (4.Rang.Priorität freier Kampf und Selbstverteidigung).
Die Stufe 6, Braun (Rang 5, Meisterschüler), und die Stufe 7, (als Junior-DAN!) Schwarz, bilden den Übergang zu Stufe 7 (DAN-Träger). In Stufe 7 befindet sich der DAN-Träger im Meisterstatus, jedoch noch ohne Stimmrecht im Gremium der DAN-Träger. In den Stufen 8 (2.DAN) und 9 (3.DAN) befindet sich der DAN-Träger im Meisterstatus; ist Mitglied im Gremium der DAN-Träger. Der 1.DAN hat im Modern-Tang-Soo-Do einen wesentlich höheren Stellenwert als in anderen Kampfkunststilen.
Grundsätzlich gibt es im Modern-Tang-Soo-Do nur vier DAN-Grade. Wobei der 4.DAN der höchste zu vergebene DAN-Grad ist und es zur Zeit (Stand 2008) keinen lebenden Träger dieser Graduierung gibt. Das es in diesem Stil nur vier, und nicht wie in den meisten Kampfkunststilen üblich, zehn DAN-Grade gibt, ist darauf zurückzuführen, dass die Gründer sich selbst keinen 10.DAN und einen Großmeisterstatus verleihen wollten.

Das Training, der Stil und seine Besonderheiten Die Begriffsbezeichnungen für die verschiedenen Techniken sind hauptsächlich koreanischen Ursprungs (siehe Tang-Soo-Do), da jedoch das Moder-Tang-Soo-Do vielfältige Einflüsse aus anderen Kampfkünsten beinhaltet (unter anderem dem japanischen Shotokan-Karate, dem Judo, dem amerikanischen Kickboxen) kommen auch englische und japanische Bezeichnungen für entsprechende Techniken /Bewegungsbeschreibungen vor. Vor jedem Training wird gemeinschaftlich "Angegrüßt". Dies geschieht indem sich der Meister vor die Gruppe stellt und die Schüler sich ihrem Rang entsprechend aufstellen. Auf Kommando des Ranghöchsten Schülers durch eine Verbeugung im Stand, oder auf Kommando des Meisters im Knien (Za Zen). Nach jedem Training wird gemeinschaftlich" Abgegrüßt".
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Das Training dieser Kampfkunst unterteilt sich in folgende Sparten:

In dem Erlernen der Grundtechniken (siehe Grundtechniken), dem Training des Vollkontakt-Karate (Karate= japanisch= Leere Hand) und Kickboxens (Wettkampf) und dem Erlernen von realistischer Selbstverteidigung.
Zusätzlich wird Wert auf eine theoretische Ausbildung in den Grundkenntnissen aus dem Bereich Budo und Kampfsportarten wert gelegt. Dieses spiegelt sich wider in der Abfrage auf Prüfungen (für den 1.DAN wird eine schriftliche Ausarbeitung verlangt). Die Ausbildung im waffenlosen Kampf beinhaltet Abwehr- ( Blocktechniken, Ausweichbewegungen, Würfe, Fußfeger und Befreiungstechniken) und Angriffstechniken (vielfältige Box-, Schlag- und Stoß- sowie Tritttechniken). Haltetechniken wie Hebel gehören ebenso zum Repertoire wie das Ringen und der Bodenkampf. Neben der Ausbildung im waffenlosen (leere Hand) Kampf werden auch der Umgang mit verschiedenen (Kobudo-) Waffen und das Kämpfen mit Hilfsmitteln (in der Selbstverteidigung) gelehrt (eigentlich eine vierte Sparte). Hierzu gehören im Besonderen der Stock (Bo, Hanbo), der Knüppel, das Schwert (Kubotan/Holzschwert und dem Katana), das Messer, der Kubotan und der Tonfa um nur einige zu nennen.

Grundtechniken (traditionelles Training)

Die Schüler beginnen mit dem Erlernen der Grundtechniken (Grundschule.) des (M)-Tang-Soo-Do. Diese Grundtechniken sind festgelegte Angriffs- und Abwehrtechniken (ähnlich den Techniken des traditionellen Tang-Soo-Do, Taekwon-Do oder Karate). Zu diesen Grundtechniken gehören Fauststöße, Faustrückenschläge, Fingerstich, Handkantenschläge (Sudo) mit der Innen- und Außenhandkante, Handflächen und Ellbogenstöße, Kniestöße, Fußtritte und Fußschläge, auch aus der Drehung und gesprungene Techniken, um nur einige zu nennen. Das Trainieren dieser Basistechniken ermöglicht es am besten die Motorik, die Gleichseitigkeit, Kime, das Distanzgefühl, die korrekte Atmung und das Verständnis für Kampfsportspezifische Bewegungsabläufe zu vermitteln. Ein weiterer Schwerpunkt des traditionell gehaltenen Grundtechnikentrainings ist das Erlernen der Etikette, basierend auf dem Kodex des Bushido. Dazu gehört das Verhalten im Dojo (jap. Übungsraum), auch Dojang (koreanische Bezeichnung), sowie die hierarchische Beziehung der Schüler verschiedener Rangstufen untereinander und zum Sensei (jap. Meister/ Lehrer). Ein hartes, diszipliniertes "Karate" Training. Mit dem Ziel ein Kämpfer (BUDO: der Weg des Kriegers, wohlgemerkt; nicht des Krieges) zu werden. Wer kämpft kann gewinnen, aber wer nicht kämpft, der hat schon verloren (Bushido = der Weg des Kriegers: Anmerkung: nicht der Weg des Krieges, sondern des Kriegers im Sinne von kämpfen, nicht aufgeben, auch im alltäglichen Lebenskrisen). Dieses Training der Grundtechniken wird im M-T-S-D auch als "traditionelles Training" bezeichnet. Dieses unterteilt sich im Techniktraining gegen imaginäre Gegner (Angriffs- unf Abwehrübungen, Kampfstellungen ohne Partner im Besonderen in der Ausübung der HYONG =korean. auch KATA=jap. oder Form) und dem Partnertraining (beginnend mit abgesprochenen Ein-Schritt-Kampfübungen bis hin zu freien Angriffen). Die höchste Form der Beherrschung der Grundtechniken ist dann für Fortgeschrittene der Kyokpa, der Bruchtest. Das Durchschlagen/-treten von Brettern oder Steinen mit einer Grundtechnik. Das Training erfordert ein hohes Maß an Disziplin und Durchhaltevermögen. Hierzu gehören auch Übungen zur Körperabhärtung.

Vollkontakt Karate, Kickboxen (Wettkampf)

In diesem Trainingsteil sind die Bewegungsabläufe an kein Ritual gebunden. Hier werden Box- und Kickboxtechniken an Schlagpolstern und Sandsäcken sowie in Sparringkämpfen und (hauptsächlich Vollkontakt-) Kickboxkämpfen trainiert. Die Teilnahme an Wettkämpfen ist Voraussetzung zu der DAN-Prüfung. Beim Training können Schützer (Boxhandschuhe, Fußschützer, Zahnschutz, Kopfschutz, Tiefschutz) getragen werden. Es wird hauptsächlich nach US-amerikanischen Regeln (ohne Low-Kicks) gekämpft. Semicontact und Point-Karate-Kämpfe und Low Kicks werden zwar trainiert, spielen aber eine untergeordnete Rolle. Aus dem Modern-Tang-Soo-Do sind in den letzten Jahren einige Landesmeister (u.a. Andreas Jürgens), Deutschemeister (u.a. Bianca Drewniok) und Pokalsieger (u.a.Andrew Jamieson, Stefan Fuchs, Jochem Bergmann) Verbandsoffener Vollkontakt-Meisterschaften hervor gegangen.

Selbstverteidigung

Ein besonderer Schwerpunkt dieses Stils liegt in der Selbstverteidigung. Es wird eine realistische Selbstverteidigung ohne verwirrende und komplizierte Bewegungsabläufe gelehrt. Es wird darauf geachtet, jedem Schüler ganz individuell, unter Berücksichtigung seiner/ihrer körperlichen Möglichkeiten, entsprechende Verteidigungstechniken zu vermitteln. In diesem Trainingsteil werden realistische Selbstverteidigungssituationen geschaffen und Abwehr und Angriff gegen verschiedene unbewaffnete und bewaffnete Gegner, oder auch mehrere Gegner, trainiert. Der theoretische Unterricht für das Verhalten in einem Ernstfall wird ebenfalls vermittelt. Bei den Prüfungen kommt daher der sicheren Beherrschung der Selbstverteidigung besondere Aufmerksamkeit zugute.

Hinzu kommen der Umgang und die Handhabung verschiedener Kobudo-Waffen und das Vermitteln theoretischer Kenntnisse (Begriffe, das Wissen um andere Kampfkünste, Geschichte).
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Entstehung/Geschichte

Das Tang-Soo-Do (Tang-Shou Dao chin./Tangsudo korean.) ist das "koreanische Gegenstück" zum japanischen Karate. Hwang Kee formte das (Mu-Duk-Kwan) Tang-Soo-Do 1945 aus alten koreanischen Kampfstilen (u.a. So Bahk, Taekyon), nordchinesischen und japanischen Kampfkunststilen.
Der siebenfache (Point-) Karateweltmeister und Filmschauspieler Chuck Norris erlernte während seiner Militärzeit das Tang-Soo-Do in Korea bei Meister Jae Chul Shin und sorgte in den USA für dessen Weiterentwicklung zu einem modernen (Wettkampf-) Kampfsport. Einflüsse aus japanischen Stilen (Shotokan-Karate) und Wettkampfsportarten (Kickboxen) veränderten das ursprüngliche Tang-Soo-Do. Verbandsunstimmigkeiten führten dazu, das sich unabhängige Untergruppen bildeten. So gelangten verschiedene Tang-Soo-Do Stilrichtungen (Tang-Su-Do, Mu-Duk-Kwan, Tang-Soo-Do etc.) zumeist über die Besatzungstruppen amerikanischer, kanadischer oder englischer Einheiten nach Deutschland.
Tang-Soo-Do blieb aber, im Gegensatz zu der rasanten Verbreitung in Amerika, in Europa ein eher unbekannter Kampfstil. In den Kampfsportschulen Sauerland veränderte sich das damalige dort praktizierte Tang-Soo-Do zu einem dem Kyokushinkai-Karate ähnlichen Vollkontakt-Karate. Aus diesem veränderten Tang-Soo-Do entstand in den 80er und 90er Jahren, hauptsächlich in der Kampfkunstschule Uwe Spielmann, Menden (Sauerland), das Modern-Tang-Soo-Do, welches dann 1997 offiziell gegründet wurde. Der Unterschied zu den Meisten anderen Tang-Soo-Do Stilen ist, dass sich das Modern-Tang-Soo-Do zwar auf seine Wurzeln im Tang-Soo-Do bezieht, jedoch keinen Anspruch darauf erhebt Tang-Soo-Do zu Lehren. Modern-Tang-Soo-Do ist ein eigenständiger Kampfstil aus Deutschland, mit dem Schwerpunkt auf moderne Selbstverteidigung. Die Vertreter des Modern Tang Soo Do haben sich überregional einen Namen gemacht durch das Ausrichten verschiedener Kampfkunstseminare für den guten Zweck (z.B. Die Aktion "Helping-Hands of BUDO" für die Opfer der Tsunami-Katastrophe unter der Beteiligung von Kampfkünstlern wie Ferdinand Mack, Horst Kallinowski, Ralf Kussler und Simone Schlötels, ins Leben gerufen von Bianca Drewniok oder die Aktion "Uwe Spielmann Gedächtnisseminar", veranstaltet von Stephan Fuchs).
 
 

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